Aus der Presse: Tatort ermittlet in Gimborn beim IBZ

Gimborn – Ein Parkplatz in Marienheide-Gimborn: Schauspielerin Anna Loos (47) sitzt auf der kleinen Treppe eines Wohnwagens, das malerische Ensemble mit Schloss und Kirche im Blick. „Das ist das Tolle am Drehen“, sagt sie, „was wir alles sehen und erleben dürfen.“

An mehreren oberbergischen Schauplätzen, aber auch in Overath und Köln dreht die profilierte Mimin derzeit eine neue Folge für die ZDF-Krimireihe Helen Dorn. „Nach dem Sturm“ heißt die Folge, die die Produktionsfirma Network Movie noch bis Mitte Oktober realisiert, parallel zu Folge 12, „Das verlorene Kind“.

Am Mittwoch hatten sich die etwa drei Dutzend Beteiligten des Filmteams in Gimborn versammelt. Fast der ganze Ort wird für die Krimifolge in Szene gesetzt: „Wir drehen unter anderem in der Kirche, im ehemaligen Hotel und im Sägewerk“, sagt Dagmar Landgrebe, Sprecherin der Produktionsfirma.
Drehorte auch in Oberberg und Köln
Die Schönheit des Ortes und der ganzen Umgebung betont Anna Loos mehrfach. Davon beeinflussen lässt sie sich aber nicht. „Wenn ich drehe, dann bin ich immer ganz in der Szene.“ Mehr als die Umgebung kommt ihr da möglicherweise die Tatsache zupass, dass sie die Filmfigur, die Ermittlerin Helen Dorn vom Landeskriminalamt, richtig ins Herz geschlossen hat: „Ich steh auf die Rolle! Ich mag diese spröde Art – obwohl ich selber gerne lache. Aber Gegensätze ziehen sich eben an.“
Während die Schauspielerin und Sängerin aus dem Nähkästchen plaudert, wird 50 Meter weiter, auf einem anderen Parkplatz, gedreht: Ein olivgrüner Geländewagen wird aufgenommen, wie er vor einem Fahrradladen vorfährt. Dieser Laden ist nur Kulisse. In Wirklichkeit handelt es sich um den historischen und denkmalgeschützten Rinderstall des Schlosses, der heute den Sauna- und Fitnessbereich für die Gäste des Informations- und Bildungszentrums Schloss Gimborn bildet.

Als IBZ-Direktor René Kauffmann der Schauspielerin erzählt, dass dort auch die renommierte Polizei-Akademie „International Police Association“ untergebracht ist, ist Anna Loos begeistert: „Super, dann hätten wir ja auch alle hier wohnen können, wir sind ja Polizisten!“ Kurzerhand überreichte Kauffmann Loos das Seminarprogramm für 2019. Dazu Loos: „Ich will eingeladen werden, wenn die LKA-Beamten hier sind.“
In der Mittagspause gehen die meisten auf den Friedhof
Tatsächlich ist die Filmcrew während der Dreharbeiten nicht in Gimborn, sondern in Köln untergebracht. Von dort geht es morgens zu den Drehorten. Auf der Motivliste steht neben Gimborn unter anderem auch Engelskirchen-Ehreshoven sowie Overather und Kölner Ecken. Die Auftakt-Szene des 11. Helen Dorn-Falls, der Tod einer jungen Frau, wird in Ehreshoven auf einem einsamen Waldweg gedreht.
Einsam geht es bei diesem Dreh nicht zu. Ein Film-Caterer hat seinen Wagen aufgebaut, schnippelt Gemüse fürs Mittagessen. Noch sind die sechs Biertischgarnituren, die vor dem Stand stehen, verwaist, weil alle mit Drehen beschäftigt sind. Mittags werden sich dort aber alle versammeln. Und viele Crew-Mitglieder werden danach noch kurz den Weg zum Gimborner Friedhof hochstapfen, sagt Anna Loos. „Da oben gibt es nämlich Handy-Empfang“, weiß Anna Loos, die zugibt, dass sie andernorts auch schon mal davon genervt ist, dass bei Drehpausen fast alle mit ihrem Taschentelefon befasst sind.
Der Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.

Quelle: Rundschau-Online.de

Titel-Foto: Gies (René Kauffmann, Direktor des IBZ Gimborn, begrüßte Anna Loos (47) vor dem Schloss und gab ihr den Seminarkalender für 2019 mit.)

Am Filmset ist alles bis auf die Minute durchgeplant. Selbst der Sonnenuntergang um 19.20 Uhr war in der Tagesdisposition festgehalten, auf der auch alle zu drehenden Szenen aufgelistet sind.
Foto: Joachim Gies