Aus der Presse: Spenden-Radtour macht Verschnaufpause in Worms

Familie Syha will 1000 Kilometer für den guten Zweck radeln: für eine Hamburger Einrichtung, die Eltern behinderter Kinder entlastet. Und das hat einen persönlichen Hintergrund.

WORMS/KARLSRUHE/HAMBURG – „Radeln für den guten Zweck“, unter diesem Motto hat das Karlsruher Ehepaar Syha am 5. August mit seinen beiden Kindern Johann (4) und Leonore (2) eine knapp 1000 Kilometer lange Radtour bis in den Norden Hamburgs angetreten. Ziel ist der „Kupferhof“ des Vereins „Hände für Kinder“, ein bundesweites Pilotprojekt zur Entlastung von Familien mit behinderten Kindern.
Kupferhof entlastet Eltern behinderter Kinder
Melanie und Christoph Syhas Tochter Leonore kam mit Zerebralparese zur Welt. Im Februar besuchte die Familie den Kupferhof für mehrere Tage, und dabei sei ihnen bewusst geworden, „dass die hervorragende Betreuung und die hochwertige Ausstattung des Hauses nur mit massivem finanziellen Aufwand zu leisten ist“. Die sympathischen Karlsruher möchten nun auf diesem Weg auf die Belange von behinderten Kindern aufmerksam machen und Spenden für die Einrichtung sammeln. Gespendet werden kann auf Kilometerbasis.
Und was hat das Ganze jetzt mit Worms zu tun? Ganz einfach: Die Familie hatte am 6. August einen Übernachtungsstopp in der Jugendherberge in Worms eingelegt, ehe es am nächsten Tag weiterging nach Ingelheim. Auf dem Vorplatz haben sie es sich auf einer der Bänke gemütlich gemacht; vor sich eine Landkarte, die deutlich macht, wie viele Kilometer vor ihnen liegen. Drei Wochen Sommerurlaub haben sie sich Zeit genommen für die knapp 1000 Kilometer.
Eine Anstrengung, die sie gerne auf sich nehmen. Denn der Aufenthalt in der Hamburger Einrichtung hat der Familie gut getan, und „sehr gerne würden wir auf unsere Weise ,Danke‘ sagen und einen kleinen Beitrag leisten“, sagen Leonores Eltern. Deshalb wünschen sie sich viele nette Unterstützer, die einen kleinen Centbetrag pro gefahrenem Kilometer an „Hände für Kinder“ spenden.
Die „International Police Association“ unterstützt die Tour, indem sie sechs Übernachtungen vermittelt und finanziert. Josef Schön aus Ingelheim hat für seine Verbindungsstelle Wiesbaden innerhalb der „International Police Association“ von 2010 bis zuletzt 2019 eine jährliche Benefiz-Fahrradtour organisiert und stellte nicht nur für die Nacht vom 7. auf den 8. August kostenlos Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung, sondern auch seine Erfahrungen. „Die ersparten Kosten geben wir persönlich jeweils mit einer 50-Euro-Spende an ,Hände für Kinder’ weiter“, erklärt Melanie Syha.
Den Fahrtwind im Lastenrad genießen
Für den Aufenthalt der kleinen Gäste mit großen Handicaps zahlen die Kostenträger einen Tagessatz, der jedoch nicht ausreicht, um die benötigte Anzahl an Pflegekräften finanzieren zu können. „Hände für Kinder“ ist daher sowohl für den laufenden Betrieb als auch für Anschaffungen auf Spenden angewiesen und freut sich daher sehr über die Spendenidee von Familie Syha.
Den Weg zurück nach Karlsruhe wird Melanie Syha mit Söhnchen Johann übrigens zu einem großen Teil mit dem Fahrrad bewältigen. Denn das Familien-Lastenrad, in dem die kleine Leonore liegt und den Fahrtwind genießt, ist sperrig und kann nicht in Aufzügen in Bahnhöfen transportiert werden, geschweige denn in jedem Zug.

Quelle: Wormser Zeitung

 

Wir wünschen Familie Syha eine ereignisreiche Radtour über 1.000 km zugunsten des Hände für Kinder e.V. und freuen uns die Aktion mit unseren Gliederungen unterstützen zu können.

#ipa #ipadeutschland #BeOneOfUs