Last but not least?!?! – Ein Erfahrungsbericht…

„Nach einer vergleichsweise kurzen Vorbereitungszeit von vier Tagen, stellten wir den dritten Transport an die ukrainische Grenze auf die Beine. Mathäus und Niko konnten dieses Mal leider nicht mitkommen. Dafür regelten und organisierten sie aus dem Hintergrund, während sie auch mal als Tauschpartner einen meiner Dienste übernahmen.

Das war jedoch nicht der Grund, warum sie dieses Mal nicht mitkamen… wir konnten den Bus einfach nicht mehr voll beladen. Die Spendenbereitschaft kam gefühlt zum Erliegen. Unsere Motivation ist ungebrochen, aber viele Geld- und Sachspenden sind weggebrochen – leider sind auch die finanziellen Mittel der IPA Deutschland erschöpft. Auch der Flüchtlingsstrom hat deutlich nachgelassen. Nach Deutschland möchten momentan nicht sehr viele Menschen. Deshalb haben wir für den nächsten Transport an unserem Konzept gearbeitet. Dazu folgen bald mehr Informationen.

Wir starteten am 06.04.2022 um 22:00 Uhr mit dem vorerst letzten Hilfstransport in Richtung der ukrainischen Grenze. Dominik, einem Kollegen des 6. Reviers, gelang es einen Sprinter der Fa. Arndt zu organisieren, der uns kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vor der Abfahrt beluden Dominik und Niko den Sprinter mit Spenden und Einkäufen aus ganz Hessen, während ich im Dienst war.

Wir fuhren die ganze Nacht durch und erreichten am Folgetag gegen 13:00 Uhr das IPA-Lager in Chelm. Wir waren todmüde und wollten nur noch etwas essen und schlafen. Deshalb ging es nach dem Abladen direkt nach Lublin, wo Niko schon ein Hotel für uns reserviert hatte. Nach 17 Stunden ohne Essen freuten wir uns auf eine warme Mahlzeit und ein sauberes Bett.

Heute Morgen verließen wir diese schöne und geschichtsträchtige Stadt Lublin, die definitiv unter anderen Umständen, nochmal eine Reise wert ist.

Die erwähnte und kaum noch spürbare Spendenbereitschaft machte sich auch auf unserer Fahrt bemerkbar… wir konnten fast keine Fahrzeuge mehr mit ukrainischen Flaggen oder sonstige Hilfstransporte großer Organisationen feststellen. Selbst die elektronischen Infotafeln auf den polnischen Autobahnen zeigten nicht mehr die ukrainische Flagge nebst Solidaritätsbekundungen wie noch vor einer Woche.

Es gelang uns einen weiteren Partner zu gewinnen mit dem ich am kommenden Mittwoch, dem 13.04.2022 die letzten wichtigen Hilfsgüter wie TQ, Chest Seal, Combat Gauze usw. an die Grenze bringe.

Bilder und Bericht folgen…“

(Text + Bilder: Ch. Heckens)

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