Gelebte Polizeiarbeit über Grenzen hinweg

Die IPA in Bensheim und IPA Esslingen sind wieder länderübergreifend mit tschechischen Kollegen unterwegs

Bundesweit wurden die Corona-Beschränkungen gelockert, was insbesondere die IPA Verbindungsstellen Bergstraße in Bensheim und ihre Kollegen der IPA Esslingen erfreut, welche nun wieder uneingeschränkt ihre Arbeit aufnehmen können. Die IPA Esslingen blickt bereits auf langjährige Kontakte zur tschechischen Polizei in Prag zurück. Als sich im Mai erneut vier Wasserschutzpolizisten ankündigt hatten, machte sich Vbst.-Leiter Helmut Wurster und Ehrenbeisitzer Erich Stiedl auf die Suche nach einem passenden Programm. In diesem Zusammenhang nahmen sie Kontakt mit den IPA Freunden von der Bergstraße auf, die umgehend eine Einladung aussprachen.

Am 09. Mai war es dann soweit. Die tschechischen Kollegen Jirka Šelemba, Rudolf Dolák, Jan Tykal, Petr Šumšal und ihre zwei Esslinger Betreuer kamen in Bensheim an und bezogen das IPA-Heim „Haus Europa“. Von dort aus ging es die nächsten vier Tage auf die Rundreise durch die hessische Bergstraße. Neben einem offiziellen Besuch bei der Bensheimer Bürgermeisterin stand u.a. die Einladung bei der hessischen Wasserschutzpolizei in der Landeshauptstadt Wiesbaden auf dem Plan. Die Gäste aus Prag wurden durch den Innenpolitischen Sprecher der CDU-Landesfraktion, Herrn Alexander Bauer, begleitet.

Im Anschluss stellte der Direktionsleiter der Wasserschutzpolizei, Herr PD Udo Gelbe, die Organisation, Zuständigkeiten und Aufgaben dar. Zum Abschluss erhielten alle die Möglichkeit, den hessischen Rhein der tschechischen Moldau vorzuziehen und eine Streifenfahrt von Wiesbaden nach Gernsheim mitzuerleben. Bei bestem Wetter konnten sie sich über die jeweilig anderen Aufgaben- und Dienstgebiete sowie begehrte Abzeichen und Erreichbarkeiten austauschen. Nach Ankunft im malerischen Gernsheim und kurzer Stärkung ging es dann zum Abschluss in die Darmstädter Brauerei „Braustüb’l“. Hier wurde nach der Brauereiführung zu „Kochkäs‘ mit Musik“ und regionale Biere eingeladen. Dies waren beste Voraussetzungen um die bestehenden Kontakte zu vertiefen und letzte Sprachbarrieren im Laufe des Abends zu überbrücken „Des war a ganz dolls Gschichtle…“, resümierte der Leiter der IPA Esslingen Helmut Wurster und bedankte sich für die länderübergreifende Unterstützung.

Der Abschied am darauffolgenden Tag währt jedoch nur kurz. Im Oktober steht bereits der Gegenbesuch der hessischen und baden-württemberger Kolleginnen und Kollegen an, die sich gerne revanchieren und einen Einblick in die Prager Hauptstadt geben werden. „Gelebte IPA – IPA erleben“, so verstehen auch Jupp Simon und David Weiser von der Vbst. Bergstraße die Möglichkeiten, endlich wieder länderübergreifend in Kontakt zu treten um Kontakte zu knüpfen.

(Text + Fotos: D. Weiser)