IPA – ein Tor zum internationalen Austausch

1.    Vorworte

(Dieser Erfahrungsbericht fokussiert die in unserem Urlaub durchgeführten IPA-Besuche.)

Was ist die „International Police Association“ (kurz IPA)? Was hat diese zu bieten und würde ein Beitritt lohnenswert sein? Diese Fragen stellten wir uns immer wieder, als wir zum ersten Mal von der IPA gehört haben. Oft wurde diese von den Kollegen positiv erwähnt oder war durch Banner sowie das IPA Haus in Selm präsent. Das Interesse wurde geweckt, als Worte wie „internationaler Austausch“, „Events“, „Stärkung der Kollegialität“ oder „Kontaktaufbau“ fielen. Doch zunächst waren wir uns unsicher, ob ein Beitritt als Kommissaranwärter überhaupt möglich ist und Sinn ergibt. Welchen Mehrwehrt und Möglichkeiten hätten wir tatsächlich? Trotz vorheriger Zweifel haben wir das Beitrittsformular der IPA Verbindungsstelle Wuppertal bzw. Düsseldorf ausgefüllt und abgeschickt. Prompt kam schon eine Rückmeldung und die Bestätigung des Beitritts. Wir waren nun offiziell Mitglieder der deutschen Sektion der IPA.

2.    Vorbereitung

Das Hauptstudium war im vollen Gange und es war Zeit für die Urlaubsplanung für den Urlaub im Sommer 2022. Relativ schnell haben wir uns Ende April entschieden, eine Reise nach Skandinavien, durch die Länder Dänemark, Schweden und Norwegen, mit einem Wohnmobil, anzutreten. Circa 9000 Kilometer durch viele schöne Städte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, mit dem Ziel, das Nordkap zu erreichen.

Da sich durch den Urlaub uns nun eine einzigartige Gelegenheit ergab, ggf. in Kontakt mit den internationalen Kollegen in Dänemark, Schweden und Norwegen zu treten, haben wir uns entschlossen, unseren privaten Urlaub damit zu verbinden. Somit haben wir mit keinerlei Erwartungen die IPA Verbindungsstelle Wuppertal angeschrieben und um Information sowie Hilfe gebeten, um unser Vorhaben zu realisieren.

Schon am darauffolgenden Tag haben wir einen Anruf von PHK Bodem, dem Leiter der Verbindungsstelle Wuppertal, erhalten. In einem sehr freundlichen Gespräch haben wir den gesamten Prozess erklärt bekommen, wie wir in Kontakt mit den internationalen Kollegen treten können, was wir dabei zu beachten haben, auf was bei der Reise und dem örtlichen Austausch zu achten ist und wie wir die Anfragen formell richtig stellen sollen. Kurz nach dem Telefonat erhielten wir auch schon die Liste von den Ansprechpartner der jeweiligen IPA Sektionen.

Unter Beachtung der Hinweise und Tipps haben wir anschließend an jede betroffene IPA Sektion (Dänemark, Schweden und Norwegen) eine E-Mail geschrieben, mit der Bitte,  um einen örtlichen Austausch bzw. um einen Besuch bei der jeweiligen Polizeiwache.

Innerhalb von wenigen Tagen haben wir auch schon aus allen drei Ländern sowie von vielen unterschiedlichen Verbindungsstellen positive Antworten erhalten. Insbesondere die Kollegen aus Norwegen haben sich besondere Mühe gegeben und für uns an 6 Orten ein Treffen organisiert. Es wurde lediglich das offizielle „Travel Form“ Formular gefordert, welches durch die deutsche Sektion der IPA sowie die Verbindungsstelle Wuppertal in sehr kurzer Zeit für uns ausgefüllt und übermittelt wurde. Wir waren überwältigt, wie schnell und offen die internationalen Kollegen für solch einen Besuch waren und wie schnell die deutsche Sektion IPA und insbesondere die Verbindungsstelle Wuppertal uns bei unserem Vorhaben geholfen hat, inklusive mit der Ausstattung von Gastgeschenken, die wir bei unseren Besuchen überreichen konnten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Brigitte Buse, Sekretärin der IPA Verbindungsstelle Wuppertal.

3.    Start in den Urlaub

Es ist Dienstag, der 05.07.2022. Wir sind an der HSPV und schreiben unsere (hoffentlich) letzte Klausur für unser Studium. Noch nie haben wir uns so urlaubsreif gefühlt wie an diesem Tag, nachdem die vorherigen Tage nur aus Lernen und Stress bestanden. 11:00 Uhr. Es ist endlich geschafft. Die letzte Zeile der Klausur wurde geschrieben und das Gefühl der Freiheit machte sich breit. Offiziell Urlaub.
Das angemietete Wohnmobil wurde abgeholt, vollbetankt und anschließend mit unserem Gepäck beladen. Um 15:30 Uhr konnte die Reise beginnen. Ziel des Tages: Kopenhagen, Dänemark. Geplant war die Ankunft gegen Mitternacht, doch dass man sich verfahren kann, Grenzkontrollen durchgeführt werden und der ein oder andere Halt nötig ist, wurde uns erst bewusst, als wir schließlich gegen 4:30 Uhr in Kopenhagen ankamen.

4.    Kopenhagen (Dänemark)

Mit einer Menge fehlendem Schlaf ging es per Bus in die Innenstadt. Dort wurden wir durch die Kriminalbeamtin A. Fenger herzlich an der Wache in Empfang genommen. Die Rundtour durch das Dienstgebäude und die Innenhöfe begann. Dabei wurden uns die jeweiligen Wachräume, Ausrüstung sowie die Dienstfahrzeuge gezeigt. Schnell konnte die ersten Vergleiche und ein Informationsaustausch mit ihr sowie weiteren dänischen Kollegen durchgeführt werden.

So konnten wir feststellen, dass die Polizei in Dänemark wesentlich vereinheitlicht  und im Vergleich zu der Organisationsstruktur in NRW deutlich weniger komplex ist. Uns überraschte auch, dass es im Vergleich zu NRW nur eine Laufbahn für den Einstieg existiert, die je nach Einstellungszahlen in den letzten Jahren, immer wieder zwischen einer dreijährigen Ausbildung und einem Bachelor Studium wechselte.

Zudem wurde uns mitgeteilt, dass die dänische Polizei keine separate Einsatzhundertschaft führt, sondern bei besonderen Lagen wie Demonstrationen oder riskanten Fußballspielen, Kolleginnen und Kollegen aus dem aktiven Dienst oder auch aus der Freizeit hinzuzieht. Dazu liegt die passende Ausrüstung auf der jeweiligen Wache bereit.

Zum Abschluss fand der Geschenke-Austausch statt. Uns wurde das offizielle dänische Hoheitsabzeichen, ausgeschnitten aus dem Diensthemd, überreicht. Ein großes Dankeschön!

5.    Oslo (Norwegen)

Die Kollegen aus Oslo haben uns für den 09.07.2022 auf das örtliche Polizeiboot („Harbour Police“) eingeladen. Leider musste der dort geplante Besuch kurzfristig aufgrund der erhöhten Terror-Alarmbereitschaft abgesagt werden. Trotzdem bedanken wir uns recht herzlich für die Einladung, die bestimmt irgendwann nachgeholt wird! 😉

 

6.    Bergen (Norwegen)

Am 11.07.2022 waren wir zu Besuch in Bergen, der zweitgrößten Stadt von Norwegen, die mit einer wunderschönen Aussicht und ihrem historischen Viertel Bryggen beeindruckt. Nachdem wir den gesamten Tag dort verbracht haben, waren wir am Folgetag mit dem norwegischen Kollegen Nico verabredet, der kurzfristig stellvertretend für unseren eigentlichen Kontakt eingesprungen ist. Durch seine offene Art kamen wir direkt ins Gespräch und konnten uns über unterschiedliche Themen austauschen und viel über die norwegische Polizei und deren aktuelle Situation in Erfahrung bringen.

So wurde uns mitgeteilt, dass zum Zeitpunkt des Besuches in Norwegen eine erhöhte Terror-Alarmbereitschaft ausgerufen wurde, da Wochen zuvor ein terroristischer Anschlag auf die LGBTQ Szene verübt wurde. Aufgrund dessen führen die norwegischen  Polizeibeamte nun permanent ihre Dienstwaffe mit sich, die sich sichtbar im Holster befindet. Im Vergleich zu Deutschland ist dies nicht der Regelfall, da ihre Dienstwaffe unter normalen Umständen im Dienstfahrzeug eingeschlossen ist und bei Bedarf aufgeschlossen und herausgeholt werden darf.

Zu sprechen kamen wir auch auf das Thema des Respektes der Bevölkerung gegenüber der Polizei, die aus der uns berichteten Sicht gegeben ist. Die dortige Polizei genießt ein hohes Ansehen und ist gut mit den Bürgerinnen und Bürgern vernetzt.

Weitere Themen waren die Struktur der Polizei, deren Dienstränge sowie die Ausbildung. Im Vergleich zu NRW bzw. Deutschland erhalten die dortigen Anwärter keine Besoldung, sondern müssen für ihre Ausbildung bezahlen, welches wie bei uns, ein Bachelor Studiengang ist. Des Weiteren ist auch nach Abschluss der Ausbildung den Anwärtern keine Stelle garantiert, denn diese müssen sich erst auf eine freie Stelle bewerben. Teilweise gibt es mehr Bewerber als Stellen. Das dreijährige Studium wird wie folgt unterteilt: das erste Dienstjahr besteht aus der Theorie, das zweite Dienstjahr aus der Praxis und das dritte wieder aus der Theorie. Die Durchfallquote der Studenten wird als sehr gering angegeben und die Überprüfung der Bewerber als intensiv.

Auch kamen wir auf das Thema von Verwarn- und Bußgeldern zu sprechen, da Nico viel damit zu tun hat, geschuldet seiner Position als Leiter der dortigen KRAD-Gruppe, die hauptsächlich Verkehrsverstöße ahndet. Die Regelsätze sind deutlich höher als in Deutschland, insbesondere für Verkehrszeichen und Geschwindigkeit. Ein missachtetes Verkehrszeichen setzt bei circa 500 Euro an, ein Fahrverbot beginnt bei mindestens 6 Monaten.

Uns wurde die Polizeiwache, deren Dienstfahrzeuge und insbesondere die Krafträder gezeigt. Im Anschluss wurden die Gastgeschenke ausgetauscht. Für uns gab es das offizielle Abzeichen der norwegischen Polizei, welches an der Mütze getragen wird. Vielen Dank an Nico für das Treffen und insb. an O. Akselberg, unserem eigentlichen Kontakt, der dieses Geschenk für uns vorbereitet hat.

7.    Kristiansund (Norwegen)

Auf dem Weg zum Nordkap war ein Halt in Kristiansund (nicht zu verwechseln mit Kristiansand) geplant, einer Stadt mit circa 25.000 Einwohnern und einer sehr einzigartigen Lage, da die Stadt sich hauptsächlich auf drei Inseln erstreckt.

An dem Wohnmobilparkplatz in der Hafennähe wurden wir auch schon von S. Sivertsen in Empfang genommen, welcher die Funktion eines Einsatzleiters bei der Polizei besetzt. Mit seiner offenen und sehr freundlichen Art hat uns S. Sivertsen unaufgefordert eine Stadt-Tour gegeben. Angefangen mit dem Stadtzentrum und der Polizeiwache, welche relativ zentral gelegen war. Dort haben wir den Wachleiter und weitere Kollegen kennenlernen dürfen. Der obligatorische Gang durch die Wache durfte natürlich nicht fehlen. So wurden uns die Einsatzräume als auch die eigene Kantine gezeigt, auf die wir natürlich sehr neidisch waren.

Weiter ging es in Richtung des Hafen, von wo eine kostenlose Fähre zwischen den drei Inseln verkehrt hat. Diese Gelegenheit haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und sind mit der Fähre von einer Insel zur nächsten Insel gefahren. S. Sivertsen hat sich sehr viel Mühe gegeben und uns die jeweiligen Inseln und interessanten Stellen der Stadt gezeigt und sein Hintergrundwissen mit uns geteilt.

um Ende der Stadt-Tour wurden wir von ihm in ein sehr gutes lokales Restaurant namens „Smia Restaurant“ eingeladen, wo traditionell norwegisches Essen serviert wurde. So hatten wir die Wahl zwischen leckeren Fisch-Gerichten als auch Rentierfleisch. An dieser Stelle können wir eine eindeutige Empfehlung aussprechen. Ein großes Dankeschön geht an S. Sivertsen.

Wie auch bei den letzten Besuchen fand zum Schluss der Geschenkeaustausch statt. Wir erhielten die alten als auch die aktuellen norwegischen Hoheitsabzeichen, das norwegische IPA-Patch und eine große Flasche lokalen Biers.

Ein sehr einzigartiger Tag! Vielen Dank dafür! Mit guter Laune ging es dann auch schon weiter zu unserem nächsten Ziel.

8.    Trondheim (Norwegen)

Unser nächster Stopp in Richtung Nordkap war die drittgrößte Stadt Norwegens, Trondheim.  Leider hatten wir, im Vergleich zu den bisher besuchten Orten, mit dem Wetter wenig Glück. Stark bewölkt und fast dauerhafter Regen. Hinzu kam unser Zeitdruck, da wir die norwegischen Straßen unterschätzt haben und der Weg zu unserem nächsten Ziel eine relativ lange Strecke war.

Nichtsdestotrotz erwarteten wir voller Vorfreude den norwegischen IPA Kollegen, F. Nygård, der seit mehreren Jahren Pensionär ist. Pünktlich hat er uns mit seinem privaten Fahrzeug abgeholt und gab uns in diesem eine Stadttour. So konnten wir zum größten Teil die Stadt im Trockenen entdecken.

So besuchten wir zwei sehr schöne Aussichtspunkte mit dem Blick auf die Stadt, unterschiedliche Stadtviertel, unteranderem das Studentenviertel, wofür Trondheim sehr bekannt ist, da ein großer Anteil der Bevölkerung Studenten sind, als auch die Festung Kristiansten. Auch besuchten wir ein historisches Viertel, welches über die „Old Town Bridge“ zugänglich war.

Wir konnten sehr schöne Eindrücke sammeln und hatten einen sehr interessanten und informativen Tag, dank des Hintergrundwissens von F. Nygård. Vielen Dank!

9.    Bodø (Norwegen)

Weiter ging es für uns nach Bodø, einer kleinen Stadt, die wie viele andere Orte, von viel Wasser umgeben ist. Daher trafen wir uns mit unserem Kontakt Thorben, einem Teamleiter der „Patrolunit“, auf der Saltsraumbrücke. Zu dem Zeitpunkt wurde durch die Flut eine extreme Menge an Wasser unter der Brücke in das Land gespült.

Da dies viele Angler anlockte, nutzten wir auch die Gelegenheit, und versuchten gemeinsam unser Glück mit den von Thorben mitgebrachten Angelruten. Leider ohne Erfolg.

Nach der Angelerfahrung fuhr uns Thorben in die Stadt, wo wir uns beim leckeren Essen in einem Sushi-Restaurant kennenlernen und austauschen konnten. Anschließend brachte er uns zu seiner Dienststelle, da er seinen Dienst beginnen musste und verband dies mit der Führung durch die Wache. In der Umkleide fiel uns direkt die Sauna auf, welche nach dem Dienst bestimmt für genug Entspannung sorgen dürfte. Weiter ging es in die Wagenhalle, wo Thorben sich mit MP und Pistole aufrüsten und sein eigenes Fahrzeug mit den notwendigen Führungs- und Einsatzmittel ausstatten musste. Somit konnten wir uns die jeweilige Ausrüstung und Waffen im Detail ansehen und waren überrascht, wie modern und durchdacht diese ist. Ein besonderes Merkmal waren die zwei Pressluft-Geräte, welche sich auf seinem Einsatzfahrzeug befunden haben, da im taktischen Konzept vorgesehen ist, dass die Polizei in bestimmten Lagen die Feuerwehr im Gefahrenbereich schützen soll.

Seine Rolle als Teamleiter ist insofern interessant, dass er sich allein auf Streife begibt und sein Team von dort aus koordiniert und in größeren Einsatzlagen, wie bei uns die BAO, die Führung für die Feuerwehr und die Polizei vor Ort übernimmt.

Nach dem gegenseitigen Patch-Austausch wurden wir dann noch freundlicherweise im Streifenwagen zu unserem Parkplatz gebracht, wo wir uns von Thorben verabschiedeten.

Vielen Dank!

10.    Tromsø (Norwegen)

In Tromsø trafen wir uns mit M. Skogly. Sie ist Kriminalsachbearbeiterin für Jugendliche und Kinder und arbeitet in einer Einheit, die für den ganzen Bereich Troms für alle Delikte zuständig ist, bei denen Jugendliche oder Kinder beteiligt sind.

Die Dienststelle war eine der modernsten, die wir in Norwegen besuchen durften. Gut ausgestattete Vernehmungsräume, eine große Kantine und mehrere große Terrassen waren neben der eigenen Turnhalle und dem gut ausgestatteten Fitnessraum eher die kleinen Highlights.

Anschließend gingen wir in den Wachbereich und ließen uns von einer jungen Kollegin den neuen Streifenwagen, Volvo V90,  ausführlich zeigen. Durch die moderne Ausstattung ist es möglich auf einem großen Display alle laufenden Einsätze sowie den Standort der anderen Streifenwagen abzulesen. Ein besonderes Merkmal an dem neuen Fahrzeug ist die Ausstattung mit einer Radaranlage. Somit können Geschwindigkeiten aus dem Funkstreifenwagen direkt abgelesen und gespeichert werden.

Wie auch bei allen anderen Gastgeber zuvor, überreichten wir unsere Gastgeschenke. Im Gegenzug erhielten wir von der IPA Sektion Tromsø selbstgebrautes Bier mit eigenem Etikett. Danke für diese großartige Überraschung!

11.    Stockholm (Schweden)

Nachdem wir unser Ziel, das Nordkap, erreicht haben, fuhren wir innerhalb von 2,5 Tagen nach Stockholm und legten dabei eine Strecke von circa 1800 Kilometer zurück.

Dort verbrachten wir den ersten Tag in der Innenstadt und den nächsten Tag am Strand. Anschließend waren wir auch schon am dritten Tag mit Joakim und Magnus verabredet, unserem letzten IPA Termin auf unserer Reise. Joakim ist Kriminalbeamter, während Magnus als Schusswaffenausbilder tätig ist. Empfangen wurden wir am Polizei Hauptquartier in Stockholm, wo die ranghöchsten Polizeibeamten für das gesamte Land Schweden als auch die Stadt Stockholm sitzen, inklusive der Leitstelle, der Gerichte und der Justiz mit deren Gewahrsam, wo schon mal Snoop Dog und ASAP Rocky, amerikanische  Prominente, gesessen haben.

Magnus hat uns eine sehr umfangreiche Führung durch das besonders gesicherte Gebäude gegeben und uns deren Schießstände, Waffen als auch das Munitionslager mit deren verschiedene Munitionsarten gezeigt, da er einer der wenigen ist, der aufgrund seiner Position Zugang dazu hat. Somit konnten wir viel Hintergrundwissen zu seinem Fachbereich in Erfahrung bringen. Der Schusswaffengebrauch wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls thematisiert.

Weiter ging es durch die Wachräume, wo er uns detailliert über die Zuständigkeitsbereiche und -grenzen aufgeklärt hat. Die Ausbildung zum Polizeibeamten wurde natürlich ebenfalls thematisiert. Somit konnten wir weitere Einblicke gewinnen und uns ein besseres Bild von der schwedischen Polizei machen. Zum Ende hin durften wir den Fuhrpark besichtigen und Platz in einem brandneuen Funkstreifenwagen der Marke Volvo nehmen. Besonders interessant war die  360 Grad Kamera, die fest im Fahrzeug verbaut ist und die Kennzeichen der Verkehrsteilnehmer automatisch erfasst und im polizeilichen Datensystem abfragt und das Ergebnis auf dem großen Display des Laptops anzeigt. Somit können Verstöße oder zur Fahndung ausgeschriebene Kennzeichen bzw. Fahrzeuge schnell ausfindig gemacht werden.

Am Ende wurden wir von der IPA Sektion Stockholm zum Essen in der dortigen Kantine eingeladen, welche viele tolle Gerichte anzubieten hatte. Mit dem Blick auf die Dächer von Stockholm endete unsere  Führung und wir verabschiedeten uns nach unserem Geschenke-Austausch.

Danke für diese tolle Möglichkeit und eure aufgewendete Zeit, Magnus, Joakim und die IPA Sektion Stockholm!

11.    Abschlussworte

Wir möchten uns bei der IPA Deutschland, Dänemark, Norwegen und Schweden recht herzlich für diese tollen Gelegenheiten bedanken, die wir zusätzlich in unserem Urlaub erleben durften. Wir konnten sehr schöne Einblicke gewinnen und wurden von allen internationalen Kollegen sehr herzlich in Empfang genommen.

Falls DEIN Interesse nach diesem Bericht geweckt wurde und du ebenfalls solch eine Möglichkeit nutzen möchtest, dann trete deiner örtlichen IPA Verbindungsstelle bei! Dies war nur ein kleiner Ausschnitt davon, was die IPA dir anzubieten hat.

Vielen Dank für das Lesen unseres Erfahrungsberichtes!

(Fotos und Bericht: D. Bohl, S. Rapsch & S. Stubbe)