International Police Association – Deutschland

IPA Bergstraße-Odenwald zu Besuch bei der IPA Bebra-Rotenburg

Nervenkitzel, Natur und deutsche Geschichte

All das erlebten die Mitglieder der IPA Bergstraße-Odenwald und befreundeter Verbindungsstellen beim diesjährigen Wanderwochenende Mitte Juni in Rotenburg an der Fulda. Mit dabei waren Gäste aus den Verbindungsstellen Gießen, Kassel und Main-Taunus, die gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm genossen und viele neue Bekanntschaften knüpften.

Spektakulärer Auftakt auf dem „Highwalk“

Den Anfang machte ein echtes Highlight: der Besuch der neu eröffneten Hängebrücke „Highwalk“ in Rotenburg an der Fulda. Hoch über dem Tal bot sich den Teilnehmenden ein atemberaubender Blick auf die Landschaft – und die Gelegenheit, den ersten Adrenalinschub mit einem Lächeln und vielen Fotos zu teilen.

Gemütliche Einkehr und herzlicher Empfang

Nach dem luftigen Erlebnis ging es zur Stärkung in die Rodenberg Alm. Ein kühles Getränk war bei den sommerlichen Temperaturen herzlich willkommen. Am Abend stand dann ein gemeinsames Essen mit dem Vorstand und Mitgliedern der IPA-Verbindungsstelle Bebra-Rotenburg auf dem Programm. Bei einem guten Italiener, direkt am Ufer der Fulda mit Biergarten, kam schnell die richtige Stimmung auf.

Natur erleben im Naturschutzgebiet Rhäden

Am nächsten Tag zog es die Gruppe hinaus in die Natur. Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Rhäden“ bot nicht nur landschaftlich reizvolle Eindrücke, sondern auch spannende Einblicke in die ökologische Bedeutung der Region. IPA-Mitglied Rüdiger Ritter, ein erfahrener Vogelkundler, begleitete die Gruppe mit fundiertem Wissen und viel Herzblut. Zudem wusste er viel über die Umgebung des Grenzgebietes und den bekannten Kaliberg „Monte Kali“ bei Heringen zu berichten.

Geschichte zum Anfassen: Grenzlehrpfad Obersuhl

Ein weiterer Höhepunkt war die Führung entlang des Grenzlehrpfads in Obersuhl mit anschließendem Besuch des Grenzmuseums. Hans Gliem, IPA-Mitglied und jahrzehntelang an der ehemaligen innerdeutschen Grenze tätig, schilderte eindrucksvoll den damaligen Grenzverlauf und seine Erlebnisse aus der Zeit des Kalten Krieges. Besonders bewegend wurde es, als Zeitzeuge Günther Hobert von seiner Zeit als Grenzbeamter berichtete. Seine lebendigen Schilderungen machten die deutsche Teilung greifbar und sorgten für viele Gänsehautmomente.

Wandern auf den Alheimer

Bevor es wieder nach Hause ging, startete die Gruppe am Sonntagvormittag – trotz einsetzendem Nieselregen – zu einer Wanderung auf den Alheimer, mit knapp 550 Metern der zweithöchste Berg der Region. Auf dem Gipfel belohnte ein weiter Blick in alle Himmelsrichtungen den Aufstieg. Den gelungenen Abschluss bildete die Einkehr in der gemütlichen Alheimer Hütte – und sogar der Regen verzog sich.

Gemeinschaft, wie sie sein soll

Neben den fachlichen und kulturellen Programmpunkten kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Ob beim Wandern, im Hotel oder beim gemütlichen Beisammensein – das Wochenende war geprägt von Offenheit und einem starken Gefühl der IPA-Freundschaft. Viele kannten sich vorher nicht, gingen aber am Ende mit neuen Kontakten, schönen Erinnerungen und frischen Wanderplänen für 2026 auseinander.

Das Wanderwochenende der IPA Bergstraße-Odenwald war wieder ein voller Erfolg. Die Kombination aus Natur, Geschichte, Gemeinschaft und Gastfreundschaft hat begeistert.

Ein besonderer Dank gilt IPA-Mitglied Günther Hobert und seiner Frau Waltraud, die dieses großartige Programm für uns auf die Beine gestellt haben. Ein weiteres herzliches Dankeschön geht an Esther Jaekel, Leiterin der Verbindungsstelle, die uns gemeinsam mit vielen IPA-Freundinnen und -Freunden so herzlich empfangen hat.

Wer einmal dabei war, weiß: Die IPA ist mehr als ein Netzwerk – sie ist eine Familie, in der Wanderschuhe, Herz und Humor gleichermaßen wichtig sind.

Die Planungen für zukünftige gemeinsame Wandererlebnisse laufen bereits. Wer das nächste Wanderwochenende nicht verpassen möchte, sollte sich den 12.–14. Juni 2026 im Kalender vormerken – dann zeigt uns unser IPA-Freund Thorsten Serafin Wetzlar und Umgebung.

Denn: Servo per Amikeco – Dienen durch Freundschaft – wird bei der IPA nicht nur gesagt, sondern gelebt.

Text: Köhler
Bilder: Tauber/Köhler