Im Juli 2025 stellte ich kurzfristig über die IPA Schweinfurt (IPA Travel Forms Formular) eine Anfrage, ob ein Treffen mit den ansässigen Polizisten und der IPA Japan im kommenden Oktober möglich wäre. Innerhalb kürzester Zeit erhielt ich eine positive Nachricht vom Verbindungsmann Toru.
Da sich zeitgleich auch ein IPA-Kollege aus der Schweiz in Tokio befand und für ein Treffen mit der IPA interessierte, wurden wir hierzu herzlich mit unseren Partnerinnen eingeladen.
Unsere Vorstellungen wurden mehr als übertroffen…
Der Tag begann mit einer Führung durch eine Dienststelle in Tokio. Die Geschichte und Arbeit der Polizei Japans wurde mit einem Film vorgestellt. Ein Höhepunkt war auch der Besuch des Polizeimuseums, welches nur für Polizisten zugänglich ist. In diesem sind u.a. die verschiedenen Uniformen, Dienstwaffen und Ausrüstungsgegenstände von damals und heute ausgestellt.
Wir erhielten sogar Einblicke in die Einsatzzentrale, die für die Entgegennahme und Verarbeitung der Notrufe von Tokio zuständig ist. Zur Vergegenwärtigung: In der Metropolregion Tokio leben knapp 40 Millionen Menschen, was die Region zum zweitgrößten Ballungsraum der Welt macht. Aufgrund der dementsprechenden Eingänge von Notrufen gibt es zahlreiche Dienststellen in Tokio.
Da in Japan hoher Wert auf Präsenz gelegt wird, befindet sich an fast jeder Ecke der Stadt eine kleinere Polizeiwache, die meist mit nur zwei Polizisten besetzt ist. Damit wird erreicht, dass die Polizisten ihr Einsatzgebiet und die Bewohner vor Ort persönlich kennen.
Beeindruckend war auch die Vorfügung eines Judokampfes in einem Dojo. Hierfür erhielten wir sogar selbst einen Judoanzug. Der Judo-Lehrer brachte einen Kollegen zu Boden und forderte uns anschließend dazu auf, ihn (mit seiner Mithilfe) auf die Matte zu bringen. Zur Einordnung: Judo wird bereits in der Schule gelehrt und jeder japanische Polizist muss täglich vor dem Dienst eine Stunde Judo trainieren.
Im Anschluss daran wurden uns die Polizeifahrzeuge präsentiert und hierzu einiges erklärt. Bei einer Tasse Tee wurden noch offenen Fragen beantwortet und die Präsente ausgetauscht.
Die japanische Gastfreundschaft haben wir auch beim gemeinsamen Abendessen mit den IPA-Kollegen bemerkt. In einem traditionellen Restaurant wurden wir zu typisch japanischen Delikatessen und Sake eingeladen. Der Abend klang in einer Karaoke-Bar aus, wofür Japan sehr bekannt ist. Das Treffen war ein absolutes Highlight unserer Reise, für das wir sehr dankbar sind.
Ein Beitrag unseres IPA-Freundes Patrik