IPA Deutschland

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„Jak to właściwie robisz?“ – Wie machst Du das eigentlich?

Ein Erfahrungsbericht über die erfolgreiche Teilnahme am deutsch-polnischen Jugendsachbearbeiter-Seminar „Wut im Bauch – Kinder und Jugendliche als Opfer und Täter“.

In der Zeit vom 17. bis 21. Juni fand im IPA-Bildungszentrum in Gimborn/Nordrhein-Westfalen das Seminar „Wut im Bauch – Kinder und Jugendliche als Opfer und Täter“ statt. Das Seminar thematisierte die zunehmende Kriminalität unter jungen Menschen, da jeder vierte polizeilich registrierte Tatverdächtige unter 21 Jahre alt ist. Bundes- und europaweit wurde erkannt, dass die Zahl tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher in den letzten Jahren gestiegen ist, sodass auch die IPA das Thema auf eine internationale Ebene hebt.

Anna Rübensam und David Weiser von der Verbindungsstelle Bergstraße wurden hierzu als Referenten für das Seminar eingeladen und gestalteten einen ganzen Seminartag, der sich auf die polizeiliche Jugendsachbearbeitung konzentrierte. Ihr Schwerpunkt lag auf der Vernetzung von Repression und Prävention. Sie teilten ihre Erfahrungen und Methoden zur effektiven Bekämpfung und Prävention von Jugendkriminalität mit und regten erfolgreich zu einem regen Diskurs über den länderspezifischen Blick auf die Jugend von heute an. Von hessischer Seite war auch René Nicklas von Verbindungsstelle der Verbindungsstelle Gießen unter den Lehrgangsteilnehmern. Zudem weitere Kolleginnen und Kollegen aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, sowie einem Kollegen aus der Schweiz. Das Seminar bot eine Vielzahl an wertvollen Inhalten und Möglichkeiten. Aus deutscher Sicht waren insbesondere die Vorträge der polnischen Kolleginnen und Kollegen zur Bekämpfung jugendtypischer Delikte und der ganzheitlichen Betrachtung der Jugendkriminalität am Beispiel der Region „Wojewódschaft Kleinpolen“ und dem Phänomen „Cyberbullying“ interessant. Diese Erläuterungen boten wertvolle Einblicke in die polnischen Methoden und Ansätze zur Prävention und Bekämpfung von Jugendkriminalität. Von Seiten der IPA garantierten zwei Simultandolmetscher den reibungslosen Austausch, der zudem von der Bundeszentrale für politische Bildung finanziell gefördert wird.

Besonders wertvoll waren die Gespräche vor, während und nach den Vorträgen. Der intensive Austausch ermöglichte es, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Kooperationen zu vertiefen. Dies war insofern sehr einfach, da Anna Rübensam aufgrund ihrer polnischen Wurzeln sowohl über kulturelle als auch entsprechende Sprachkenntnisse verfügte. Der deutsch-polnische Abend, gemeinsame EM-Fußballabende und eine Exkursion in die ehem. Bundeshauptstadt Bonn boten somit hervorragende Gelegenheiten für den gegenseitigen Austausch und das Kennenlernen über Sprach- und Ländergrenzen hinweg. In den intensiven Gesprächen wurde auch eine gegenseitige deutsch-polnische Hospitation angesprochen, die in den nächsten Monaten konkretisiert werden soll. Diese Hospitation kann Kolleginnen und Kollegen beider Länder die Möglichkeit geben, voneinander zu lernen, bewährte Praktiken in der Arbeit mit Jugendlichen zu teilen und sowie das jeweilige Land dienstlich und privat kennenzulernen. Stellvertretend für die deutschen Teilenehmenden bedankte sich David Weiser für die Organisation und Betreuung während der Seminarwoche. „Das Seminar zeigt, dass wir länderübergreifend die gleiche Haltung in wichtigen Themen haben, und darüber hinaus die Werte der IPA leben und leben – Dziekuje“, führte Weiser aus. Sein polnischer Kollege Janusz Podżorski (Vizepräsident der Sektion Polen) erklärte, dass er sich über die Kontakte und die beabsichtigten Hospitationen freut, und schloss ein „Dankeschön“ an. Dieser Lehrgang zeigt, welche Möglichkeiten das IBZ beinhaltet und sollte jeden ermutigen, das Seminarangebot nicht nur zu nutzen, sondern auch aktiv mitzugestalten und damit für eine Lebendige IPA und einen länderübergreifenden Austausch einzutreten. Insbesondere sind der „Blick über den Tellerrand“, der internationale Austausch und das Kennenlernen innerhalb der „europäischen Polizeifamilie“ von einzigartiger Bedeutung.

René Nicklas, Anna Rübensam und David Weiser

Janusz Podżorski (Vizepräsident der Sektion Polen),
Barbara Wörner-Batkowska (Dolmetscherin),
David Weiser (IPA Hessen), Sören Eue (IPA Brandenburg) und
Marek Batkowski (Dolmetscher)
mit Worten des Dankes