IPA Deutschland

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*Triggerwarnung*

Das folgende Thema handelt über Depressionen und ist ein absolutes „Tabuthema“… natürlich ist das absoluter Bullshit, aber leider wird es noch immer so behandelt!

Ich habe das Thema Depressionen nie so richtig auf dem Schirm gehabt und auch sonst waren PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) oder Burnout nur medizinische Fachbegriffe, die andere gesagt bekamen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass es von den Betroffenen auch nur Ausreden seien, um nicht auf die Arbeit zu gehen. Denn ein gebrochenes Bein kann man sehen und auch fühlen… aber was zwischen den Ohren passiert bleibt oft unsichtbar oder ein Geheimnis.

Im engsten Freundes- aber auch Kollegenkreis musste ich leider schmerzhaft miterleben, wie sich Menschen das Leben nahmen, die alles hatten was man sich nur wünschen konnte. Eine großartige Familie, tolle Freunde oder einen Traumjob.

Am Ende hieß es immer, dass die „Dämonen“ den Kampf gewonnen hätten – zurück blieben bei den Angehörigen und Freunden nur tiefe Hilflosigkeit, Trauer und Schmerz.

Zu meiner Vorgeschichte:

Am 05. Juni 2023 änderte sich mein Leben radikal. Vorweg möchte ich sagen, dass ich berufsbedingt so ziemlich jede Art, wie sich der Tod präsentieren kann, kennengelernt habe. Gestört hatte mich das nie. Tatsächlich war ich durch meine medizinische Vorbildung auch immer sehr interessiert und unterstützte vor Ort, wenn es an die (polizeiliche) Leichenschau ging. Ich konnte Dinge sehen und darüber reden, ohne auch nur eine einzige Emotion daran zu verschwenden. Möglicherweise ist das auch dieser Schutzmechanismus den man als Polizist so entwickelt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

In der besagten Nacht wurde ich aus dem Schlaf gerissen, da ich laute Hilfeschreie und das Sturmklingeln an der Haustür hörte. Ich ging von der Art der Schreie im ersten Augenblick von einer gegenwärtigen konkreten Gefahr – einem Gewaltverbrechen – aus. Ich zog mich innerhalb weniger Sekunden an und öffnete meinen Waffenschrank. Ich nahm meine Dienstwaffe und fing auf dem Weg nach unten an mir mögliche Szenarien auszumalen.

Meine ukrainische Nachbarin, die mit ihren beiden Kleinkindern vor dem Krieg geflohen ist und auf unserem Grundstück in einem Bungalow, weit abseits der Straße wohnt, stand in der Haustür und schaute mich hilflos an. Sie hielt ihr Handy in der Hand und sagte nur: „Kind…Kind“.

Was folgte war die Reanimation eines Kleinkindes, welches auf dem Boden im Flur des Bungalows lag und mich mit weit aufgerissenen Augen anstarrte. Die Beatmung, die ich schon tausendfach geübt hatte, funktionierte nicht. Am Telefon war ein Kollege der Rettungsleitstelle der mich anleiten wollte. Aber in der Situation lief alles, was ich je gelernt hatte, automatisch ab. Er schwieg und sagte dann plötzlich: „Der Rettungswagen (RTW) ist in wenigen Sekunden da und ein First Responder aus der Nachbarschaft ist auch auf dem Weg“.

Ich packte das Kind und rannte mit ihm auf dem Arm hinaus in Richtung der Straße. Auf dem Weg zu Straße traf ich auf den First Responder aus der Nachbarschaft. Das ist ein Kollege des Rettungsdienstes, der durch die Leitstelle alarmiert wird und oftmals die Erste Hilfe übernimmt, bis ein RTW eintrifft. Unglücklicherweise fuhr der RTW an uns vorbei, bevor wir die Straße erreichten und auf uns aufmerksam machen konnten. Er fuhr dann knapp 150 Meter zu weit. Wir rannten auf den mittlerweile zum Stehen gekommenen RTW zu und dann ging alles ganz schnell.

Sechs Personen kämpften um das Leben dieses kleinen Menschen. Nachdem zwei Zugänge nicht möglich waren, klappte es beim dritten Zugang endlich. Es folgte die Intubation und ich übernahm die Position am Beatmungsbeutel, während alle anderen versuchten das Kind für den Transport zu stabilisieren. Später stellte sich heraus, dass die Atemwege zugeschwollen waren und deshalb die Mund-zu-Mund sowie Mund-zu-Nase nicht geklappt hat. Die Notärztin wollte direkt los und ich stieg aus. Eine hinzugerufene Streifenwagenbesatzung der zuständigen Dienststelle wartete bereits vor den Türen des RTW.

Binnen Sekunden fiel alles von mir ab und mir rannen unweigerlich Tränen über das Gesicht. Ein junger Polizeikommissar öffnete mir die Beifahrertür des Streifenwagens und rang um die passenden Worte. Der Streifenführer, ein erfahrener Polizeihauptkommissar machte zwei Dinge richtig. Erstens sollte kein Kollege oder keine Kollegin zu dem Einsatz, die selbst Kinder haben und zweitens nahmen er sich die Zeit und fand die passenden Worte in der gegenwärtigen Situation. Sie ließen weder mich noch die Mutter nach Hause gehen, ohne entsprechende Hilfe angeboten zu haben.

Aber als gestandener Schutzmann macht man das mit sich selbst aus.

Tja, was soll ich sagen. Der geneigte Leser wird bereits ahnen, dass es anders kam.

Wenige Tage nach dem Ereignis erfuhr ich, dass das Kind überlebt hatte. Jedoch liege es jetzt in einem Hospiz, da durch dieses Ereignis und eine Vorerkrankung nur noch wenig Lebenszeit diagnostiziert wurde.

Die ersten Tage nach dem Ereignis waren der blanke Horror. Ich schlief nicht mehr richtig, wachte spätestens gegen 02:00 oder 03:00 Uhr auf, Bilder des Erlebten kamen hoch, Ich war absolut dünnhäutig und an Konzentration war nicht mehr zu denken. Ich stellte fest, dass etwas nicht stimmt, als ich mit dem Streifenwagen über die Autobahn fuhr und merkte, dass mir Tränen über die Wange liefen. Ich konnte nichts dagegen machen und war nicht imstande gegen die aufkommenden Emotionen anzukämpfen.

Ich hatte bis zu diesem Ereignis noch nie irgendeine Hilfe in Anspruch genommen – schon gar nicht die meines Dienstherren. So groß die Ressentiments auch waren, ich nahm mehrfach das Handy in die Hand und wählte die Nummer des Zentralpolizeilichen Dienstes (ZPD), legte jedoch noch vor dem ersten Klingeln wieder auf. Der Schritt dort mit jemandem zu sprechen und um Hilfe zu bitten war tatsächlich einer der schwierigsten in meinem Leben.    

Meinen Dienst beendete ich vorzeitig, jedoch hatte ich noch am gleichen Tag einen Termin mit einer Kollegin des ZPD, die sich das gesamte Ereignis geduldig schildern ließ. Am Ende bekam ich noch ein paar Flyer mit Handlungsempfehlungen für Betroffene und Angehörige. Falls es in 6-12 Wochen nicht besser sein sollte, solle ich mich nochmal melden. Danach war ich erstmal einen Umlauf zu Hause. Das Gefühl, welches ich nach dem Gespräch hatte, konnte ich nicht wirklich beschreiben…

Ich versuchte mich danach, vergeblich, wieder in den Griff zu bekommen. Ich war dünnhäutiger als je zuvor in meinem Leben, schlief maximal 3-4 Stunden pro Nacht, schreckte von Geräuschen und Bildern hoch, war nicht in der Lage auch nur eine Seite in einem Buch oder Heft zu lesen und musste beim Autofahren anhalten, um zu überlegen, wo ich eigentlich hinfahren wollte. Gefühle wie Liebe oder Verbundenheit für die Partnerin oder die Familie waren kaum noch vorhanden. Dass es bei diesen Anzeichen vorprogrammiert ist, dass man sich mit der Familie, der Partnerin, Freunden, Kollegen oder auch dem Bürger überwirft, sollte nicht sonderlich überraschen.

Jeder noch so belanglose Satz oder Gesichtsausdruck konnte einen Streit auslösen. Da erwischte es auch mal Menschen, die ich sehr mag und die es eigentlich nie böse mit mir meinten. Aber wenn nun mal der Kompass nicht mehr richtig kalibriert ist, dann rennt man ganz schnell in eine falsche Richtung, nur das sieht man als Betroffener leider nicht sofort.       

Ende Juni 2023 wurde ich dann zur RausZeit nach Kalbach/Hessen geschickt. Ein Seminar, dass das Land Hessen seinen Beamten und Angestellten anbietet. Eine Woche mit vielen Lerneinheiten wie man richtig abschaltet, sich gesund ernährt oder entspannt. Ich hätte auch einfach nur in die Sauna gehen und lecker essen können – alles war freiwillig. An einem Tag gab es das Angebot eines Vortrages nebst Einzelgesprächen mit den Teilnehmern durch eine Psychologin. Diese Psychologin hat viele Bezüge zur Polizei und ist u.a. regelmäßig an der Hochschule der hessischen Polizei. Nachdem ich an der Reihe war, hatte ich ein Zeitfenster von 30 Minuten, um mir eine „Einschätzung“ abzuholen. Ich schilderte ihr was war und was seither passierte. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich ihre offene und direkte Art echt mag. Sie riss die Augen auf, schaute mich an und sagte: „Alter Schwede, Du solltest zeitnah etwas dagegen machen und erstmal aus dem beruflichen Umfeld raus“. Nun ja, eine Einzelmeinung dachte ich…

Ende August absolvierte ich noch eine halbdienstliche Veranstaltung mit Kollegen aus aller Welt und dann wurde es still um mich. Ich fiel in die Kategorie „Langzeitkrank“ und schickte alle zwei Wochen die Verlängerung meiner Krankmeldung an die Dienststelle. Vereinzelt meldeten sich auch Kollegen sowie Freunde und erkundigten sich nach mir. An dieser Stelle danke ich meinem (IPA-) Freund und Chef David für seine regelmäßigen Nachrichten und Besuche. Das holte mich zwar nicht aus meinem tiefen Loch raus, aber es gab mir etwas Halt und Sicherheit.

Ich blieb mehrmals tagelang zu Hause und blieb im Bett oder auf der Couch. Selbst das Aufstehen, um auf die Toilette zu gehen war ein Unterfangen, welches dem Besteigen des Mount Everest glich. Windeln ohne Grund zu tragen mag komisch wirken, aber ich habe kurz darüber nachgedacht – und Achtung Spoiler… mein Humor, so schlecht er auch sein mag, kehrt zurück.

Ich fiel gefühlt immer tiefer und hatte Gedanken, die ich weder schreiben noch aussprechen möchte. Ich machte mir oft und viele Gedanken.

Immer häufiger eskalierten normale Gespräche mit meiner Freundin und/oder ihren Kindern. Immer wieder ging ich zu mir nach Hause und flüchtete vor dem Streit. Und die Ursache des Streits konnte ja definitiv nicht an mir liegen *Ironie off*.

Ab diesem Punkt kamen ständig weitere gut gemeinte Vorschläge, dass ich mir doch lieber mal professionelle Hilfe suchen solle. Ich? Im Leben nicht! Da können gerne Leute hingehen die Stimmen hören oder wippend auf dem Stuhl sitzen und russische Kriegslieder summen, aber ich habe nur eine kurze Phase, wo ich etwas schlechter als sonst gelaunt bin – das wird schon wieder. Lasst mich einfach in Ruhe, bisher habe ich schließlich alles allein geschafft. Ich versuchte viele Situationen mit bösartigem Humor zu kaschieren.

Dass ich mich damit aber schön selbst belogen habe, muss ich vermutlich nicht extra erwähnen.

Dinge wie das Treffen von Freunden, die Jagdausübung, der Sport oder das dynamische Schießen machten mir plötzlich keinen Spaß mehr. Richtige Freude empfand ich einfach nicht mehr. Langsam kamen Zweifel an meiner persönlichen Einschätzung auf. Vermutlich waren die Anderen doch nicht alle im Unrecht – sondern ich.

Ich googelte nach den Begriffen PTBS und Burnout und schaute was dort zu lesen war. Ich klickte mich immer mal wieder durch eine Selbsteinschätzung für diese Krankheitsbilder und am Ende stand immer: „Geh zu einem Profi du sturer Esel“. Je nach Test variierte die Antwort aber die Botschaft war klar. Ich muss was machen.

Es verging schon etwas Zeit, denn die Kraft sich selbst um solche Dinge zu kümmern oder gar mit Dritten darüber zu sprechen ging gegen Null. Zu groß das Schamgefühl mit jemandem über dieses höchstpersönliche Thema zu reden.

Irgendwann schaffte ich es mal mein Handy in die Hand zu nehmen und bei mehreren Fachärzten anzurufen. Oh man, diese Peinlichkeit da anzurufen und irgendeinem Fremden irgendwas zu erzählen. So weit kam es jedoch nicht, denn Termine sind nahezu unmöglich zu bekommen – auch als Privatpatient.

Mir wurde durch den Hausarzt gesagt, dass ich in einer Klinik wohl besser aufgehoben sei. Dort gäbe es auch viele Profis für EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) was übersetzt „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung“ heißt. Diese Methode wird bei traumatischen Erlebnissen angewendet und die Ergebnisse können sich wohl sehen lassen. Und wieder stand ich vor einer schweren Entscheidung. Gehe ich in eine Klinik oder nicht.

Eine Sache habe ich in meinem Leben jedoch noch nie gemacht – Aufgeben. Für mich waren viele mögliche Wege die Depressionen mit sich bringen keine Option, auch wenn man darüber mal nachdenkt. Ich war schon immer jemand der sich irgendwie durchgekämpft hat und so sollte es auch bleiben.

Ich wollte keine mitleidigen Gesichter oder Sprüche. Ich wollte nur wieder zurück in mein altes Leben und wieder meinen Roten Faden finden, den ich verloren hatte.

Ich rief von Nord bis Süd und West bis Ost so ziemlich alle Kliniken an, die sich dieser Thematik widmen. Entweder waren die monatelang ausgebucht oder einfach zu teuer. Ich verzweifelte und hatte auch keine Lust mehr.

Ich rief aus lauter Verzweiflung erneut beim ZPD an und bat um Unterstützung. Leider fiel die nicht so aus, wie ich sie mir erhofft hatte. Ich bekam Ausdrucke von Kliniken, aus dem Internet, die ich zum Teil schon angerufen hatte und die neben fehlender Aufnahmekapazität auch noch Mondpreise verlangten.

Einziger Lichtblick war, dass ich durch einen glücklichen Zufall an einen Kontakt in der BGU Frankfurt verwiesen wurde. Eine Abteilung, die sich speziell auf Kollegen von Rettungsdienst und Feuerwehr spezialisiert hat, aber auch in Notfällen Polizisten annimmt.

Hier wurde ich auch zeitnah an eine Spezialistin in Frankfurt für PTBS verwiesen, die auch EMDR durchführt. Sonst wäre ich glaube noch heute auf der Suche. Ich bin dort in den besten Händen und echt zufrieden. Denn auch hier muss die Chemie stimmen, sonst klappt es nicht.

Ich stellte bei der Kliniksuche fest, dass die Bürokratie, insbesondere in diesen speziellen medizinischen Fällen, ein Martyrium ist und Betroffene haben kaum eine Möglichkeit haben diese Arbeit abzugeben. Denn wenn man zufällig eine Klinik gefunden hat, die tatsächlich Kapazität hat, man muss sich erstmal einen Kostenvoranschlag schicken lassen. Diesen reicht man hiernach bei der Beihilfe und der Privatversicherung ein. Anschließend heißt es ca. 2-4 Wochen warten und auf die zeitnahe Übersendung der Briefe mit den Zusagen hoffen.

Viele Kliniken verlangen echt wahnsinnige Zuschläge durch den Patienten. Mir wurden teilweise Angebote von 0 – 250 € zusätzlich – pro Tag – gemacht. Bei sechs Wochen wären das bei der teuersten Klinik knapp 10.000 € zusätzlich zu dem gewesen, was Beihilfe und Krankenkasse zahlen. Nach langer Suche fiel meine Entscheidung auf eine auf Soldaten und Polizisten spezialisierte Klinik in Baden-Württemberg. Diese kostete mich auch nur 14 € pro Tag extra, also wäre das durch mein Krankenhaustagegeld gedeckt gewesen.

Ich trat meinen Aufenthalt in dieser Klinik am 02.01.2024 an und beendete ihn sechs Tage später am 08.01.2024 wieder. Es ist wie mit allem, es muss einem einfach passen und ich muss sagen, dass diese Art der Hilfe für mich leider nichts war. Für viele Andere ist es aber der beste Weg, sonst wären diese Institutionen nicht auf Monate im Voraus ausgebucht.

Ja ich nehme temporär Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und widme mich meiner Erkrankung. Mir geht es mittlerweile echt gut und trete bald wieder meinen Dienst an und ja, ich würde diesen Weg genauso wieder so gehen auch wenn er sehr holprig war.

Warum erzähle ich teilweise wildfremden Menschen von meiner Odyssee bzw. Krankheit. Geht diese Menschen ja eigentlich nichts an…

Ich erzähle es auch nicht primär für die Menschen, denen es „gut“ geht oder die sowieso eine vorgefertigte Meinung haben. Ich erzähle es für die Menschen, die an dem gleichen Punkt stehen, wo ich vor ein paar Monaten stand. Ich berichte darüber damit Angehörige von Betroffenen es etwas besser nachvollziehen können, da ich nur ansatzweise erahnen kann, wie es ihnen damit gehen muss.

Das sind die Gründe warum ich mich „aus der Deckung“ heraustraue und offen über dieses Thema schreibe und auch spreche. Und ich sage euch Betroffenen und Angehörigen jetzt mal was, wisst ihr eigentlich wie häufig PTBS oder Depressionen (Ja, das kann auch beides zusammen zuschlagen) auftreten?

Als ich anfing, offen und ehrlich über dieses Thema zu sprechen, da öffneten sich mir gegenüber viele Menschen, die sagten: „Ich weiß, wie es dir geht. Ich hatte das gleiche Problem. Ich war sogar in einer Klinik“.

Das waren Freunde, Kollegen oder Bekannte, von denen ich das nie gedacht hätte. Alles starke Männer und Frauen. Sie sagten mir, dass sie das alles kennen und mich jederzeit unterstützen werden.

Ich war wirklich überrascht, aber auch erleichtert, denn ich war nun nicht mehr alleine.

Auch waren Menschen darunter zu denen ich sehr aufschaue und die gefühlt immer stark sind – aber diese Krankheit ist ein A….loch und unterscheidet nicht wo sie zuschlägt.

Mir ist auch mittlerweile echt egal, ob mich jemand wegen dieser Sache schief anschaut und/oder verbal angehen möchte. Ich habe gelernt, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat und eine Krankheit, die durch die WHO anerkannt ist und die noch vor Herz-Kreislauferkrankungen liegt, sollte doch dafür wirklich kein Grund sein.

Danke auch an Torsten Sträter. Ein absolut begnadeter Kabarettist, sowie toller Mensch, der trotz seiner Berühmtheit auf dem Boden geblieben ist.

Danke Torsten für Deine Worte aber auch Unterstützung und vor allem für Deine Videobotschaft.

Wenn ihr Fragen habt oder Sorgen, dass jemand von eurer Erkrankung mitbekommt, könnt ihr euch jederzeit an mich wenden. Ich bin als IPA-Freund aber auch als Kollege jederzeit ansprechbar und werde euch oder euren Angehörigen versuchen zu helfen. Auch wenn ich keine Schweigepflicht habe, ist mein Stillschweigen und Unterstützung eine Selbstverständlichkeit.

Aus diesem Grunde werde ich versuchen für die IPA Frankfurt ein Netzwerk aufbauen, um Kolleginnen und Kollegen aber auch Angehörigen in solchen Situationen zu helfen. Eine in Frankfurt ansässige Psychologin ist zudem bereit die IPA Frankfurt und mich zu unterstützen, um bei Bedarf zeitnah zu helfen. Also zögert nicht…

Euer „Hecki“

Mobil: 01522-3038289

Mail: christian.heckens@ipa-frankfurt.eu

Bei Suizidgefahr: Notruf 112

Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

Beratung in Krisensituationen:

Telefonseelsorge

(0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder

Kinder- und Jugendtelefon

(Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)

Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.

In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.