International Police Association – Deutschland

What a surprise!


Überraschungsbesuch aus den USA

Durch Zufall ergab es sich, dass in unserem Freundeskreis der Besuch einer nach Amerika ausgewanderten Freundin angekundigt wurde, die – what a surprise – seit einiger Zeit mit einem US amerikanischen Polizisten liiert war. Sie lies verlauten, dass es sein größter Wunsch wurde, eine deutsche Polizeistation zu besuchen, um sich mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.

Es folgten ein, zwei Telefonate und Dank der kollegialen Unterstutzung von Karsten

„Friedel“ Friedling und Dominik „Hilde“ Hildebrandt (beide PK 46) konnte ich am Sonntag, dem 15.02.2026spontan mit dem Field Training Officer, Joe Myetich, Lawrence Police Department, Indianapolis, Indiana, US das Polizeikommissariat 46 in Harburg besuchen.

Der 12er Dienst der Kolleginnen und Kollegen wurde so durch einen intensiven Austausch überDienstzeiten, Alleinfahrer, Take-Home-Police Cars und deren Nutzungsmöglichkeiten, taktische Ausrüstung, Bewaffnung, Gesundheitsvorsorge, Bezahlung, Nebenverdienstmöglichkeiten, Challenge Coins, Bodycams und viele andere Themen mehr bereichert.

Einige Beispiele für Unterschiede in der Polizeiarbeit:

1.            Im Lawrence Police Department sitzen Angestellte als „Dispatcher“ an der Leiste, statt Police Officer

2.            Es gibt eher selten Pfefferspray, dafür gibt es den Teaser (man beachte: Teil der Ausbildung um den Teaser tragen zu dürfen, ist die Teilnahme an einem Camp. Hier muss der Police Officer Probeschusse auf und über sich ergehen lassen, um die Wirkung kennenzulernen).

3.            Die Bodycam ist ein wichtiges Kommunikations- und Dokumentationsmittel. So ist diese in derUniform integriert und wird durch unterschiedlichste Sensoren aktiviert. Zum Beispiel schaltet sich die Kamera ein, wenn der Polizist seine Waffe zieht, länger als ein paar Sekunden in der Waagerechten liegt, der Polizist anfängt zu laufen… usw. Gleichzeitig löst die Bodycam einenAlarm aus und teilt die Position des Officers mit.

4.            Im Gebiet des Lawrence Police Department und regelhaft 6 Alleinfahrer unterwegs. Sie nutzen Take-Home-Cars und dürfen mit ihrem Streifenwagen nach Hause fahren. Im Streifenwagen selbergibt es keinen Funk. Dieser ist ausschließlich über Handhelds am Körper gewährleistet. Ebensodürfen sie mit dem Streifenwagen jede beliebige andere Fahrt machen und diesen auch nutzen, wenn sie einen Nebenjob, z.B. als Security ausüben. So ist Joe außerhalb seiner regulärenDienstzeit als Security für ein Buslinie (bei uns wurde es z.B. der HVV sein können) tätig und sorgt dort für Ordnung entlang der Fahrstrecke bzw. in den Bussen, falls Hilfe erforderlich ist.

Es gäbe noch viel über Joe und seine Arbeit zu berichten, aber am Ende waren sich alle einig:

Wir üben alle den gleichen Beruf aus, gehen dabei unterschiedlich vor und haben doch am Ende alle diegleichen Ziele !

Mit einem Abschlussfoto und einer herzlichen Verabschiedung wurde der Besuch beim PK 46 beendet. Danke für Deinen Besuch, Joe !

SERVO PER AMIKECO

Jo Brüggen