Mit müden Augen lag ich morgens im Bett und griff ganz zu meinem Handy, welches aufleuchtete. Beim Blick auf das Display fiel mir eine Nachricht von Philipp Kurz, dem Präsidenten der IPA Deutschland auf.
Im ersten Moment ging ich davon aus, dass es sich um eine der üblichen Informationen zum Vereinsgeschehen handeln würde. Doch bereits nach den ersten Zeilen wurde mir klar, dass diese Nachricht eine ganz andere Bedeutung hatte. Sie war persönlich und direkt an mich gerichtet.
In dieser Nachricht wurde ich offiziell eingeladen, am Wochenende vom 20. bis 22. März 2026 an der Bundesvorstandssitzung der IPA Deutschland in Flensburg teilzunehmen.
Anreise und Ankommen – 20. März 2026
Meine Reise mit der Deutschen Bahn begann früh. Bereits um 06:00 Uhr fuhr ich los. Die Strecke führte mich zunächst nach Kiel, wo ich pünktlich ankam. Dort traf ich mich mit einer besten Freundin und Trauzeugin zum Essen. Im Anschluss fuhr sie mich direkt weiter nach Flensburg.
Als ich dort eintraf, befand sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch in einer laufenden Sitzung. In einer Pause wurde ich herzlich empfangen. Von bekannten Gesichtern ebenso wie von neuen Kontakten. Diese Offenheit und Herzlichkeit sind es, die die IPA für mich auszeichnen.
Schon während dieses ersten Reiseabschnitt stellte sich ein Gefühl ein, das ich lange nicht mehr so intensiv gespürt hatte. Das entspannte, maritime Klima in Kiel und später auch in Flensburg erinnerte mich stark an die Zeit, in der ich viel zur See gefahren bin. Mit diesem Gefühl kehrte eine besondere Ruhe ein. Fast so, als würde man für einen Moment den Alltag hinter sich lassen.
In Flensburg angekommen, nutzte ich die Zeit am Hafen bewusst. Zwei Stunden verbrachte ich entspannt in der Sonne, direkt an der Promenade, mit Blick auf das Wasser und einem kühlen Flensburger Pilsener. Danach ging ich zurück ins Hotel und bereitete mich auf die Abendveranstaltung vor.
Gemeinsamer Abend
Am Abend trafen wir uns im Hotel. In geselliger Runde kamen die Landesgruppenleiter, Referenten sowie der geschäftsführende Bundesvorstand zusammen.
Das gemeinsame Abendessen bot eine hervorragende Gelegenheit zum Austausch. Doch damit war der Tag noch lange nicht beendet. Wir saßen noch lange zusammen, führten intensive Gespräche, lachten viel und lernten uns auf persönlicher Ebene noch besser kennen. Gerade diese Momente abseits der offiziellen Tagesordnung sind es, die den besonderen Charakter solcher Treffen prägen.
Einblick in die Bundesvorstandssitzung – 21. März 2026
Am nächsten Morgen ging es um 09:00 Uhr mit der Sitzung weiter.
Auf Antrag des hessischen Landesgruppenleiters Jürgen Linker wurde ich als Gast für die Teilnahme an der Bundesvorstandssitzung vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen – ein Zeichen der Wertschätzung, das ich sehr zu schätzen weiß.
Ich erhielt dadurch die Möglichkeit, die besondere Atmosphäre einer solchen Sitzung hautnah zu erleben. Themen wie die Weiterentwicklung der Social-Media-Arbeit, die Ideenwerkstatt sowie zukünftige Projekte wurden intensiv und zugleich konstruktiv diskutiert. Es wurde deutlich, mit wie viel Engagement und Weitsicht hier gearbeitet wird.
Eine unerwartete Auszeichnung
Im Rahmen dieses Sitzungstages wurde mir das Silberne Ehrenzeichen der IPA Deutschland verliehen.
Diese Auszeichnung kam für mich völlig überraschend und hat mich in diesem Moment tief bewegt. Mein Engagement innerhalb der IPA war nie darauf ausgerichtet, eine solche Ehrung zu erhalten. Für mich stand immer im Vordergrund, Menschen zu verbinden, Freundschaften zu fördern und gemeinsam mit IPA-Freundinnen und -Freunden eine tolle Zeit zu erleben.
Umso mehr erfüllt es mich mit Stolz, dass genau dieses Wirken auf diese Weise Anerkennung gefunden hat.
Danke an dich lieber Philipp Kurz für deine bewegende Laudatio.
Gemeinsamer Abschluss in Flensburg
Am letzten Tag nutzten wir die gemeinsame Zeit, um die Stadt Flensburg näher zu erkunden und auch einen Blick auf ihre besondere historische Bedeutung zu werfen. Flensburg spielte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Rolle. Im Mai 1945 befand sich hier mit der sogenannten „Flensburger Regierung“ unter Karl Dönitz die letzte Reichsregierung des Deutschen Reiches. In diesem Zusammenhang wurde von hochrangigen Vertretern des NS-Regime die bedingungslose Kapitulation erklärt, die das offizielle Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markierte. Mit der Festnahme der Regierung durch britische Truppen am 23. Mai 1945 endete diese letzte Phase des NS-Regimes schließlich auch in Flensburg. Am Abend trafen sich alle Teilnehmer im Brauhaus Hansen am Hafen.
Der Abend war geprägt von einer offenen, freundschaftlichen Atmosphäre und bildete einen gelungenen Abschluss eines intensiven Tages. Besonders erwähnenswert bleibt die spontane Aktion, übrig gebliebenes Essen zu verpacken und es den Kolleginnen und Kollegen im Nachtdienst zur Verfügung zu stellen – eine kleine Geste mit großer Wirkung.
Nach der Rückkehr ins Hotel ließen wir den Abend ruhig ausklingen, da für viele am nächsten Tag die Heimreise anstand.
Abreise mit einem Augenzwinkern
Am Sonntag hatte ich gemeinsam mit Wolfgang Appenzeller noch etwas Zeit, da unser Zug erst um 12:30 Uhr abfuhr.
Thore sowie Jan von der IPA Flensburg leisteten uns dabei Gesellschaft. Nach einem Softeis mit Salmiak und Krokant, selbstverständlich getrennt, entstand eine spontane Idee: das „prömpeln“ einer Flensburger Pilsener-Flasche.
Inspiriert von einem humorvollen Werbeclip der Stadt Flensburg entwickelten wir daraus kurzerhand eigenen Content für die IPA. Es entstanden zwei Videos, die im Nachgang auf sehr positive Resonanz stießen. Für mich ein schönes Beispiel, wie moderne Vereinsarbeit auch kreativ und mit einem Augenzwinkern funktionieren kann.
Fazit
Dieses Wochenende war für mich in vielerlei Hinsicht besonders. Neben den offiziellen Programmpunkten waren es vor allem die Begegnungen, Gespräche und gemeinsamen Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.
Neue Freundschaften, spannende Kontakte, auch zu jagdlich interessierten Kollegen, sowie viele inspirierende Gespräche haben dieses Treffen für mich einmalig gemacht.
Mein besonderer Dank gilt Jürgen Linker sowie der IPA Deutschland für die Einladung und dieses unvergessliche Erlebnis.
Ich nehme aus Flensburg nicht nur eine Auszeichnung mit, sondern vor allem Motivation, neue Ideen und die Bestätigung, Teil eines starken Netzwerks zu sein, das von echter Freundschaft lebt.
Text und Bild: Christian Heckens