International Police Association – Deutschland

Rakija, Jagd und gelebte Freundschaft – ein IPA-Abenteuer in Kroatien

Als ich gesehen habe, dass die IPA Brodsko-Posavska aus Kroatien eine „winter group hunt“ durchführt, war mein Interesse geweckt. Mein Mann ist leidenschaftlicher Jäger und

Weihnachten stand bevor, das bot sich als Geschenk ja geradezu an. Das Angebot klang außerdem fast zu gut, um wahr zu sein.2 Nächte, Vollverpflegung und zwei Jagden für 120€. Also nahm ich Kontakt zu Mato der dortigen IPA Sektion auf.

Ich hatte natürlich erstmal einige Fragen:

Ob das Angebot überhaupt denn überhaupt auch für andere Länder gelte? („Auf jeden Fall“).

Ob ich überhaupt mit dürfe, obwohl nur mein Mann einen Jagdschein hat, aber ich nicht? („Natürlich, es geht doch auch um das Drumherum“).

Mein Mann ist übrigens kein IPA-Mitglied, da er kein Polizist ist („Absolut kein Problem“).

Und könnten wir von euch noch eine Waffe ausleihen? Im Flugzeug ist die Mitnahme doch etwas kompliziert und teuer („Ja klar, das bekommen wir alles hin“).

Da das also alles absolut unproblematisch war, blieb mir nichts anderes übrig als tatsächlich die Flüge zu buchen, ein Auto zu mieten, bis Ende Januar zu warten und schon ging es zur Drückjagd in Kroatien.

Wir entschlossen uns schon einen Tag früher anzureisen und fragten Mato nach Sightseeing Tipps.
Nicht nur organisierte er uns ein Apartment mit IPA Rabatt, wir gingen außerdem noch zusammen mit ihm und einer weiteren Kollegin essen.
Zu jedem guten Essen gehört ein Rakija (Obstbrand) und das lokale Bier durfte natürlich auch nicht fehlen.

Am nächsten Tag brachen wir dann zusammen in das Jagdrevier in der Nähe von Novska auf. Dort wurden wir herzlich begrüßt, natürlich mit Rakija. Anschließend gab es zahlreiche gegrillte Köstlichkeiten. Nebenbei drehte sich noch ein Spanferkel am Spieß.

Zusätzlich zu uns übernachteten noch drei Österreicher, zwei Slovaken, einige Bosnier und ein paar

Kroaten ebenfalls in der dortigen Jagdhütte. 
Zum Frühstück gab es dann noch mehr Fleisch, noch mehr Jäger, die nur für den Tag
anreisten, und auch da durfte der Begrüßungsschnaps nicht fehlen.

Nachdem die Jäger zum ersten Treiben aufbrachen, fuhr ich mit Mato und zwei weiteren ebenfalls in den Wald, um das Mittagessen vorzubereiten.
Nach dem Mittag entschloss ich mich, mir das nächste Treiben mit anzuschauen.

Am Ende des Tages fielen zwar Schüsse, aber es gab kein erlegtes Wild. Das ist schon ungewöhnlich, sagt der Jagdpächter. Aber Spaß gemacht hats trotzdem, sagen die Jäger.

Anschließend gab es wieder leckeres Essen. Und Schnaps zum Aufwärmen. Auch eine Band, bestehend aus Polizisten, durfte nicht fehlen. Und so wippte man bei einem Teller Gulaschsuppe mit zu kroatischen Liedern, die meistens von Herzschmerz, Frauen und scheinbar auch von Pferden handeln. So die schmunzelnde Erklärung der Kroaten.

Die IPA Sektion Brodsko-Posavska ehrte dann sogar noch die angereisten Sektionen und so bekam ich noch zwei Urkunden, ein T-Shirt und weitere Gastgeschenke.

Zusammenfassend waren es drei tolle Tage in Kroatien. Wir wurden unglaublich herzlich empfangen, es gab wundervolles Essen und wir haben tolle Menschen kennengelernt und spannende Gespräche geführt.

Vielleicht mache ich ja doch nochmal meinen Jagdschein. Aber auch wenn nicht, würde ich direkt nochmal teilnehmen. Wie gut, dass die Wintergruppenjagd dort jedes Jahr stattfindet.