International Police Association – Deutschland

Servo per Amikeco – 47 Jahre gelebte Freundschaft

47 Jahre Mitglied der IPA.
5 Jahre Verbindungsstellensekretär.
18 Jahre Verbindungsstellenleiter.
8 Jahre Beisitzer in der Mitgliederbetreuung.

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, dann sehe ich nicht Ämter oder Funktionen.
Ich sehe Begegnungen. Gespräche. Freundschaften. Vertrauen.
Ich sehe gelebtes „Servo per Amikeco“ – Dienen durch Freundschaft.
Dieser geschützte Leitspruch ist weit mehr als ein Motto. Er ist ein Versprechen. Ein Bekenntnis, zu dem sich IPA-Mitglieder weltweit verbinden.

Freundschaft als Schlüssel
Freundschaft ist der Schlüssel zum Frieden – und auch zum Arbeitsfrieden.
Ein schöner Gedanke? Ja. Aber für mich vor allem gelebte Realität.
Freundschaft bedeutet, den anderen in seiner Einzigartigkeit zu verstehen.
Sie bedeutet, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind – mit ihren Eigenheiten, mit ihrer Kultur, mit ihrer Geschichte.
Gerade wir als Polizeibedienstete wissen, wie unterschiedlich Menschen sind. Unterschiedliche Ansichten, Werte, Traditionen – das gehört zum Alltag. Manchmal entstehen daraus Spannungen. Doch wenn wir uns auf das konzentrieren, was uns verbindet, entsteht Verständnis.
Konfuzius sagte einst, Freundschaften mit Aufrichtigen seien förderlich.
Genau das ist der Kern der IPA: Aufrichtige Begegnungen, ehrliche Kommunikation, gegenseitige Unterstützung.

Vertrauen schafft Sicherheit
Wahre Freundschaft basiert auf Vertrauen, Treue und Verlässlichkeit.
Und genau dieses Fundament gibt uns Sicherheit – persönlich wie beruflich.
In der IPA erleben wir, dass internationale Begegnungen Brücken bauen.
Dass Empathie Konflikte vermeiden hilft.
Dass Vertrauen stärker ist als Vorurteile.
Natürlich leben wir nicht in einer perfekten Welt. Machtwechsel, politische Spannungen oder gesellschaftliche Veränderungen können internationale Beziehungen erschweren. Manchmal entstehen Distanz oder neue Herausforderungen.
Doch der Gedanke der Freundschaft bleibt.
Und mit ihm die Bereitschaft, immer wieder neu Brücken zu bauen.

Ist Weltfrieden realistisch?
Man könnte fragen: Ist Weltfrieden überhaupt erreichbar?
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Konflikte so alt sind wie die Menschheit selbst. Neid, Machtstreben, Gewalt – all das begleitet uns seit Anbeginn.
Und dennoch glaube ich fest:
Die Mehrheit der Menschen möchte in Frieden leben.
Friedliche Gemeinschaften entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Wo sie sich nicht fragen:
„Was bringt mir die IPA?“,
sondern:
„Was kann ich zu dieser Gemeinschaft beitragen?“
Wer die IPA lebt, versteht den Geist unseres Gründers Arthur Troop.

Eine Gemeinschaft mit Haltung
IPA-Mitglieder sind hilfsbereit.
Sie fördern Toleranz.
Sie stärken das gegenseitige Verständnis zwischen Völkern.
„Wo Freundschaft herrscht, da gibt es keinen Platz für Krieg und Vertreibung.“
Wir Polizeibedienstete stehen für Sicherheit und Ordnung. Wenn Menschen Unrecht erfahren, darf ihre Stimme nicht ungehört bleiben. Die IPA schafft Räume für Dialog, Unterstützung und Solidarität.
Unser Emblem ist geschützt – und wer es tragen darf, trägt mehr als ein Zeichen.
Er oder sie trägt Verantwortung für unsere Werte.

Meine Überzeugung
Nach fast fünf Jahrzehnten Mitgliedschaft kann ich sagen:
Die IPA ist kein Verein wie jeder andere.
Sie ist eine Haltung.
Eine weltweite Familie, die zeigt, dass internationale Freundschaft keine Illusion ist, sondern täglich gelebt werden kann.

Wir laden alle Polizeibeschäftigten ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.
Nicht aus Eigennutz.
Sondern aus Überzeugung.
Denn jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten –
für Vertrauen, für Verständigung, für eine friedlichere Welt.

Servo per Amikeco.
Dienen durch Freundschaft.
Norbert

Weitere Informationen:
https://ipa-deutschland.de/
https://ipa-deutschland.de/verbindungsstelle/koblenz/