IPA Deutschland

International
Police Association

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Tere tulemast eesti – Willkommen in Estland

Teenida sõpruse kaudu!

Servo per amikeco!

Dienen durch Freundschaft!

In der Zeit vom 10.07.2023 bis zum 16.07.2023 fand die internationale Freundschaftswoche der IPA Estonia Sektion statt, die dem 30-jährigen Bestandsjubiläum gewidmet war. Direkt zum Anfang waren bereits circa 50 IPA-Freund*innen aus verschiedenen Sektionen vertreten. Vor Ort waren neben den Kolleg*innen aus Estland Gäste aus Kanada, der Schweiz, Deutschland, Finnland, England, Kuwait und Frankreich anwesend.

Wir alle wurden am Flughafen Tallinn sehr herzlich und freundschaftlich von der estnischen IPA-Freundin Sigrit empfangen. Sigrit war eine der hauptverantwortlichen Organisator*innen des Festes und ich verrate jetzt nicht zu viel, wenn ich euch sage, dass sie sich allen Ruhm und Ehre 100%-ig verdient hat.

Die ganze Woche stand unter dem uns allen bekannten Motto: „Servo per Amikeco“. Das sehr gut durchgedachte und spannende Programm, welches uns nicht nur das Land, sondern auch deren lieben Menschen und die großartige Kultur nähergebracht hat, ist sichtlich mühe- und liebevoll ausgearbeitet und vorbereitet gewesen.  

Unterwegs zu unserer Unterkunft in Narva haben wir eine kleine Wanderung durch die Moorlandschaft Viru raba gemacht. Neben der beindruckenden Landschaft haben wir von dem zuständigen Förster vieles über die Flora und Fauna Estlands erfahren.

Nachdem wir die Zimmer in der Sisekaitsakadeemia Narva öppekeskus (Estonian academy of security sciences) bezogen hatten, begann die Freundschaftswoche mit einem traditionalen estnischen Abendmahl und anschließendem Saunabesuch, welcher rituell für Reinigung des Körpers und Geistes steht. 

Neben den Programmpunkten wie dem Besuch der Kasematten der Victoria Bastion in Narva, eines Museums der estnischen Polizei, der Bergfestung Rakvere und des Estnischen Bergbaumuseums in Ida Virumaa haben die Gäste der IPA Estland auch an einer Safari im Steinbruch Aidu teilgenommen. Dabei wurden wir zu einem sehr abgelegenen See gefahren.

Freund*innen der International Police Association (IPA) besuchten auch die Regierung der Stadt Rakvere. Die Gäste wurden in der Stadtregierung vom stellvertretenden Bürgermeister Kert Karus, Neem-Jaak Paap und Laur Kalijuvee sowie Stadtarchitektin Angeelika Pärna begrüßt. Uns wurde die Innovation für die Stadt der Zukunft vorgestellt: zum Beispiel, wie die Häuser energiesparender sein können.

Natürlich durfte auch ein Besuch der Polizeiwache in Narva sowie einer Grenzstation an der estnisch-russischen Grenze nicht fehlen. Bei der Polizeiwache in Narva wurden wir von der waschechten estnischen Polizeilöwin Leoni begrüßt.

Wir haben auch die Spezialeinheiten der Estnischen Polizei besuchen dürfen. Uns wurde ausführlich über deren Arbeit berichtet. Die Ausrüstungsgegenstände (FEMs) durften wir anschauen und auch praktisch damit arbeiten.

Anschließend wurde uns die Arbeit der K9 Einheit (Diensthundestaffel) vorgestellt. Unser Diensthund „Socke“ ist direkt dageblieben, damit man die internationalen Freundschaften weiter vorantreibt und die Erfahrungen beider Nationen austauscht.

Am Freitag verlegten wir von Norden nach Süden des Landes . Dort sind wir noch auf weitere IPA-Freund*innen getroffen, damit wir alle gemeinsam an den Sommerspielen der IPA Estonia Sektion teilnehmen konnten. Bei den IPA Estonia Summergames haben es insgesamt circa 200 Freund*innen aus 14 unterschiedlichen Sektionen mitgemacht. Es waren Gäste aus Estland, Litauen, Lettland, Österreich, Belgien, Kanada, der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Finnland, England, Mazedonien, Polen und Kuwait anwesend.

Bei den Spielen ging es um die Geschicklichkeit, Glück und vor allem jede Menge Spaß. Es wurde in vielen Wettkampfbereichen gegeneinander, aber auch in Teams gekämpft. Dabei durfte der Gummischuhweitwurf nicht fehlen. Das Feuerwehrbowling war ein Teil der Spiele, wobei man mit einem Feuerwehrschlauch die Kegel treffen musste.

Es war eine sehr grandiose Jubiläumsfeier der IPA Estonia und sie wird allen Teilnehmern sehr lange in Erinnerung bleiben.

Ich kann nur sagen, dass Estland ein kleines, wunderschönes (noch zu dem Zeitpunkt mir fast unbekanntes) Land ist, welches ich für immer in mein Herz geschlossen habe.

Text: James Schneider mit Unterstützung von Nina und Steffi Tillmanns

Fotos: James Schneider