Der IPA Radio Club der Deutschen Sektion hat sein 45. Bundestreffen vom 23. bis 26. April 2026 in Warburg durchgeführt. Zeitgleich konnte der IPARC auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Rund 30 Mitglieder, davon ein Gründungsmitglied reisten an, zum Teil mit ihren Partnerinnen und Partnern, sodass insgesamt etwas mehr als 40 Personen das Tagungs- und Begleitprogramm wahrnahmen.
Im Hotel „Zeitgeist“ kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Mitgliederversammlung, zu Fachvorträgen und zum kameradschaftlichen Austausch zusammen. Die Berichte aus den verschiedenen Aufgabenbereichen des Clubs machten deutlich, wie vielfältig das Engagement innerhalb des IPARC ist – von Wettbewerben und Diplomen über die Clubstation DL0IPA bis hin zur Chronik und zur Internetpräsenz.
Ein besonderer Moment des Bundestreffens war die Amtsübergabe des „Chairman IPARC‑DL / Sprecher zur IPA‑DS“ von Horst Römer, DL1GBP, an Karl‑Heinrich (Kalle) Gehlhaus, DG1YDX. Damit wurde ein geordneter personeller Übergang vollzogen, der Kontinuität und Erneuerung zugleich sichtbar machte.
Deutlich wurde in Warburg auch die enge Bindung des IPARC an die IPA und an die regionale Polizei. IPA‑Präsident Philipp Kurz stattete der Versammlung einen Besuch ab und betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Amateurfunks für die Völkerverständigung. Zudem überbrachte er die herzlichen Grüße des internationalen IPA‑Präsidenten Martin Hoffmann, der sich zum Zeitpunkt des Treffens im wohlverdienten privaten Urlaub in Ägypten befand und seine Wertschätzung für den IPARC schriftlich übermitteln ließ. Ein starkes Zeichen der Wertschätzung für den Club und sein Engagement setzten darüber hinaus der Landrat des Kreises Höxter, Michael Stickeln, sowie der Abteilungsleiter Polizei, Polizeidirektor Karsten Koutsky, die in ihren Ansprachen die Aktivitäten des IPARC ausdrücklich als wichtigen Beitrag zur Umsetzung des IPA‑Leitgedankens „Dienen durch Freundschaft“ würdigten.





Neben den vereinsinternen Themen spielte ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm eine wichtige Rolle. Dazu gehörten unter anderem eine Stadtführung „Warburg entdecken“ mit vielen historischen Einblicken in die Hansestadt sowie ein geselliger Abend im Gasthaus „Zur Alm“. Am folgenden Tag nutzten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, in Kassel den FunkTag mit seinem großen Flohmarkt zu besuchen und im Anschluss eine sehr eindrucksvolle Führung durch die Bunkeranlage „Am Weinberg“ zu erleben.
Die ergänzenden Fachvorträge richteten den Blick auf die Zukunft der Kommunikation. Große Aufmerksamkeit fanden Beiträge zur krisenfesten Kommunikation mit MeshCore‑ und MeshCom‑Strukturen sowie zur Verbindung von Jedermann‑Geräten mit Amateurfunktechnik. Vom klassischen Funkverkehr in CW über Digitalfunk und digitale Betriebsarten wie FT8 bis hin zu regionalen LoRa‑Mesh‑Knoten und Funkkontakten über Satelliten wurde deutlich, wie breit moderne Amateurfunkpraxis heute angelegt ist.
Auch wenn aufgrund des straffen Programms nicht ganz so viele QSOs wie in den Vorjahren ins Log kamen und die IPA‑Runde am Donnerstagabend nicht aus dem Hotel‑Shack durchgeführt werden konnte, stand der persönliche Austausch im Zeichen echter IPA‑Freundschaft. Die Begegnungen in Warburg haben erneut gezeigt, dass der IPARC weit mehr ist als eine reine Technikgruppe: Er ist ein lebendiger Teil des IPA‑Gefüges.
Zum Abschluss richtete der IPARC den Blick nach vorn: Polizeibeschäftigte mit Amateurfunklizenz – ebenso wie funkinteressierte IPA‑Mitglieder ohne Rufzeichen – sind herzlich eingeladen, Kontakt mit dem IPA Radio Club aufzunehmen. Interessierte können sich über die bekannte IPARC‑Kontaktadresse oder direkt beim aktuellen Chairman Kalle Gehlhaus, DG1YDX, melden.