IPA Pforzheim – Herbstausfahrt der Motorradgruppe
Liebe IPA-Freundinnen und Freunde,
Luxemburg – Sonne, Burgen, Kurvenspaß
so lässt sich unsere Herbstausfahrt 2026 wohl am besten zusammenfassen.
Schon 2022 hatte sich gezeigt, dass das Großherzogtum Luxemburg für Motorradfahrer ein absolut lohnenswertes Ziel darstellt. Da war es geradezu Pflicht, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der von mir veranstalteten IPA-Pforzheim-Motorradtouren, nochmals dorthin zurückzukehren.
Wie sich herausstellte war es eine gute Entscheidung und der Plan, in unserem Nachbarland ja keine Kurve auszulassen, hat sowas von hingehauen (siehe angeschlossene Übersichtskarte).
Zum einen fuhren wir auf kleinsten Straßen entspannt über weite Hochebenen und genossen dabei 360Grad Rundumsichten. Ein anderes Mal „hechteten“ wir, an hohen Felswänden entlang, mit schnellen Richtungswechseln durch enge Täler.
Das Ganze bei Mitte 20 Grad und auf allerbestem Asphalt. Ich glaube, ich habe, während der gesamten 230 Km unsere Rundfahrt, kein einziges Schlagloch gesehen.
Über dem Ganzen thronten eine Vielzahl von Burgen und romantische Städtchen luden zu Fahrpausen ein.
Doch erstmal genug der Schwärmerei und eins nach dem anderen:
Los ging es am Freitag, den 18.09.2026, um 09:30 h, bei der Jet-Tankstelle auf der Wilferdinger Höhe, in Pforzheim. Mit dabei waren Hans-Christian Ludwig mit seiner Brigitte, Gerhard Schaudt und meine Wenigkeit. Wir waren also lediglich zu viert, auf 3 Mopeds. So konnte ich, ohne Sorge dass jemand abgehängt wird, zügig vorneweg fahren, was dem Spaß nicht abträglich war.
Die geplante Route führte uns, mit kurzen Abstechern in die Vogesen und das Saarland, durch die Pfalz nach Bollendorf, direkt an die Luxemburger Grenze.
Mehr als 300 Km Landstraße waren angesagt. Gott sei Dank war mir noch rechtzeitig aufgefallen, dass die Rheinfähre in Neuburgweier wegen Niedrigwasser den Betrieb eingestellt hatte. So verlief die Fahrt zu unserem ersten Zwischenziel, der Gaststätte zum Landgrafen in Ludwigswinkel, ohne (peinliche) Zwischenfälle.
Der Biergarten des Landgrafen lag noch im Schatten und bei gerade mal 10 Grad waren wir froh auf den gegenübergelegenen, öffentlichen Sitzbänken ein paar Sonnenstrahlen „einfangen“ zu können.
Als wäre es selbstverständlich war die Wirtin so freundlich uns die ersten Getränke herüberzubringen. Dabei erfuhren wir, dass die Gaststätte im Frühjahr schließt. Die Gaststätte steht zum Verkauf, da sich kein Nachfolger findet – sehr schade.
Direkt nach dem Mittagessen stand eine 20 Km lange Kurvenfolge an, die sich gewaschen hatte. Bergauf und ab ging’s Richtung Salzwoog, wobei die Asphaltdecke schon bessere Tage gesehen hat.
Später, auf der engen, unübersichtlichen und kurvenreichen L 475 Richtung Wallhalben, sorgte dann ein unvermittelt bis zum Stillstand bremsendes Cabrio für den einzigen gefährlichen Moment der gesamten Tour.
Zur Kaffeepause waren wir schon in St. Wendel und die Sonne wärmte endlich richtig, sodass, im Biergarten der Felsenmühle, das erste Eis schmeckte.
Es folgten Trier (einschließlich Porta Nigra) und dann, nach insgesamt 9 Stunden Fahrt, unser Basishotel, die Burg Bollendorf. Die Burg, im Jahr 716 erstmalig erwähnt, thront über dem Grenzfluss Sauer und bot ein Ambiente der nicht alltäglichen Art. In einem Burghof zu Parken, Stiefelbier zu trinken und bei Vollmond, in rustikalem Ambiente, hinter dicken Mauern zu nächtigen war schon etwas Besonderes.
Das Abendessen gab’s ganz in der Nähe, in der Gaststätte Hauer, bei bestem Preis- Leistungsverhältnis.
Am nächsten Morgen ging’s fahrerisch dann richtig rund. Siehe mein Schwärmerei zu Beginn des Berichts. Dazu kam, dass in Luxemburg die Benzinpreise staatlich geregelt sind und dadurch das Super Plus „schlappe“ 30 Cent billiger war als bei uns.
Während der Kurvenhatz in Luxemburg gab’s Pausen im geschichtsträchtigen Städtchen Clervaux und dem malerischen Esch an der Sauer. Dann noch ein paar Pommes „am Straßenrand“ und -zack- waren wieder knapp 8 Stunden und 230 Km vorbei.
Noch ein kurzer Abendspaziergang um die Burg mit anschließendem Schlemmen im Burghof und die nötige Bettschwere war erreicht.
Die Rückfahrt am Sonntag führte uns zur Moselschleife bei Trittenheim und über den Hunsrück in Richtung Kaiserslautern. Pizza essen in Mittelreidenbach und das Abschlusseis in Annweiler am Trifels waren willkommene Unterbrechungen der Fahrt.
Einigen Umleitungen geschuldet kamen auf unserer Rückfahrt wieder 300 Km zusammen.
Ach ja, Thema Umleitungen: Davon hatten wir so einige. Die Krönung war jedoch die Sperrung in Grumbach wegen eines Festumzuges. Da hat mir der unerbittliche Helfer der Feuerwehr den Absperr-Pylon quasi direkt vor‘s Vorderrad gestellt.
Die reguläre Umfahrung wäre etliche Kilometer lang gewesen, was insgesamt nach einer kreativen Lösung schrie. Außerdem hatten wir bis dahin noch keinen Offroad-Abschnitt zu verbuchen… 😉
Schlussendlich kamen alle heil zuhause an und ich denke, die eine oder andere nette Erinnerung wird uns bleiben.
Aus tiefer Schräglage grüßt
Euer Frank







