International Police Association – Deutschland

Bericht Motorradausfahrt IPA Pforzheim

Liebe IPA-Freundinnen und Freunde,

dieses Mal fuhren wir mit unseren Motorrädern in das schöne Markgräflerland bzw. in den darin übergehenden Südschwarzwald. Dazu eines gleich vorneweg, die Straßenbauer dort müssen Motorradfahrer gewesen sein. Wir hatten solch einen Spaß, wobei das „Zwischenmenschliche“ nicht zu kurz kam.

Mit dabei waren Oliver Hiller, Gerhard Schaudt, Patric Schäfer, Steffen Schwarzkopf, Andreas Wankmüller mit seiner Ale sowie meine Wenigkeit. Somit waren wir 7 Personen auf 7 Motorrädern.

Die Eindrücke, die wir gesammelt haben waren so vielfältig, dass eine einzelne Überschrift für diesen Bericht einfach nicht ausreichte. Zwischen folgenden Möglichkeiten konnte ich mich einfach nicht entscheiden:

  • Segelflugzeuge und Motorräder
  • Das Café am See
  • Im Tal der Hexen
  • Sandalen statt Stiefel
  • Heiße Motoren und heiße Nächte
  • Zwei Ladies mögen’s soft
  • Schotter legal
  • Im Schwarzwald wird gejodelt
  • Das Geheimfach im Tankrucksack
  • Eine Stadtrundfahrt in Freiburg, die keine war

Ich bin sicher, ihr werdet beim Lesen der folgenden Zeilen den jeweiligen Anlass der einzelnen Überschriften erkennen.

Doch der Reihe nach:

Los ging’s für Oli, Gerhard, Steffen und mich am Freitag, dem19.06.2026, um 09:30 h, in Pforzheim, beim Kupferhammer. Dabei war schon klar, dass es der Wettergott ein bisschen zu gut mit uns meinte und Temperaturen ins Land schickte, die zwar griffigen Asphalt garantierten aber auch so manchen Schweißtropfen in Aussicht stellten.
Gleich nach dem Start holten wir Patric zuhause ab. Im Anschluss fuhren wir zügig in Richtung Aichhalden, da wir zum Mittagessen rechtzeitig beim Segelflugplatz in Winzeln-Schramberg sein wollten. Natürlich nicht auf dem schnellsten, sondern auf dem kurvenreichsten Weg, weshalb die Fahrt dorthin auch um die 2 Stunden dauerte.

Auf der luftigen, sonnengeschützten Terrasse der Pizzeria des Flugplatzes gab’s lecker Essen und einen tollen Blick auf das Flugfeld. Starts per Flugzeugschlepp sorgten dabei für perfekte Unterhaltung.

Nächster Halt war das Café am Bergsee in Triberg. Direkt an dem durchaus romantisch gelegenen See genossen wir div. Eisspezialitäten. Allerdings wies die Bedienung des Cafés darauf hin, dass ein Bad im See aufgrund eines fehlenden Bademeisters nicht möglich sei. Da half es auch nicht, dass sich einer unserer Mitfahrer, der sich vorzeitig zu entkleiden begonnen hatte, bereits sehr „luftig“ am Tisch saß.

Rechtzeitig zum Aufbruch stießen Ale und Andreas zu uns und weiter ging’s, immer die Kurven im Blick, auf „direktestem“ Weg zur Hexenlochmühle. Dort war, bei um die 30 Grad, eine Getränkepause fällig und unser schwimmbegeisterter Mitfahrer konnte wenigstens seine Füße im Bach kühlen.

Nach zahlreichen weiteren Kurven und insgesamt 307 Km erreichten wir schließlich, gg. 18:30 h, unser Basis-Hotel, das OX-Hotel in Heitersheim. Die Temperatur lag dort noch immer deutlich über 30 Grad weshalb einige „Zartbesaitete“ mit der Tradition des Stiefelbiers brachen, nach der das erste Bier noch mit Motorradstiefeln an den Füßen getrunken werden muss.
In Sandalen!! – bis dahin unvorstellbar.  

Während, aufgrund der Außentemperatur, die heißen Motoren unserer Maschinen nur sehr zögerlich abkühlten, kündigte sich die erste von zwei tropische Nächten in den nicht klimatisierten Hotelzimmern an. Da galt es im Vorfeld genügend zu trinken. Also machten wir es uns im Biergarten bequem, wobei die rechtzeitig besorgten Sitzkissen sehr gelegen kamen.
Die zwei Ladies am Nachbartisch hatten es da nicht so gut und beklagten, hinter vorgehaltener Hand, das Fehlen der Kissen auf ihren Stühlen. Nun liebe Freundinnen und Freunde der IPA Pforzheim was denkt ihr, wer hat ihnen die Kissen spontan und sofort besorgt?  –  Falsch! 😉

Am nächsten Morgen starteten wir, wieder um 09:30 h, zur lang ersehnten Rundfahrt. Rund 270 Km im Kurvenkarussell des Südschwarzwaldes warteten auf uns und die Erwartungen wurden klar übertroffen. Das Zusammentragen vieler Streckentipps hatte sich gelohnt. Allen gemeinsam war dabei, dass so gut wie keine Geraden zwischen den Kurven zu finden waren. Der Oberknaller war die Strecke von Schopfheim über Schlechtbach und Gersbach nach Todtmoos-Au. Das waren 19 Kilometer mit direkt aufeinander folgenden Links- / Rechtskombinationen auf bestem Asphalt – Davon träumst du nachts. Unglaublich.

Zu Mittag aßen wir am Ende einer mit Serpentinen gespickten und legal zu befahrenden Schotterstrecke. Unter den Sonnenschirmen der Gaststätte Knöpflesbrunnen, auf 1100 Metern Höhe, waren die Temperaturen erträglich und das Essen, bei perfektem Ausblick, durchaus lecker.

Ca. 2 ½ Stunden später wurde, wieder in luftiger Höhe, auf der Terrasse der Almgaststätte Kälbelescheuer, der Flüssigkeitshaushalt nochmals ergänzt.
Dabei fiel auf, dass während aller Pausen ein wiederkehrender, mehr oder weniger melodischer Jodelgesang zu hören war. Das wird doch keiner von uns gewesen sein… ?

Weder leere Tanks noch ein Druckverlust am Vorderrad konnten die Begeisterung bremsen. Und nur einer wählte eine mögliche Abkürzung der Tour.

Nach insgesamt 8 Stunden traf man sich im Biergarten unseres Basis-Hotels wieder. Jetzt waren wirklich alle einigermaßen platt. Bei einer Lufttemperatur von zwischenzeitlich 38 Grad war das Ganze dann doch ziemlich anstrengend gewesen. Ausreichende Getränke, ein leckeres Essen und die anstehende Fußballübertragung mobilisierten noch einmal die Kräfte.

 
Am darauffolgende Sonntagmorgen sah man in den Gesichtern aber doch die eine oder andere „Verschleißerscheinung“. Auch dämpfte die Tatsache, dass ein Geldbeutel vermisst wurde die Stimmung ein wenig. Da der Eigentümer diesen jedoch in den unbekannten Tiefen des eigenen Tankrucksacks wiederfand und darüber hinaus genügend Kaffee zur Verfügung stand, konnten wir die anstehende Heimfahrt doch noch genießen.
Selbst eine kleine Stadtrundfahrt in Freiburg, die der Umfahrung einer Baustelle diente, die, wie sich später herausstellte, überhaupt nicht vorhanden war, konnte dem kein Abbruch tun. 

Vor und nach dem Mittagessen im Posthörnle, in Oberhamersbach, löste sich unsere Gruppe nach und nach auf. Für die Verbliebenen gab es noch ein Abschlusseis in Angi’s Bergcafé in Bad Wildbad (oder war’s in Enzklösterle 😉) und schließlich strebte jeder dem eigenen Heim entgegen.
Für mich waren es an diesem Tag noch einmal 200 Km und was soll ich sagen, keinen einzigen Kilometer, keines der herrlichen Panoramen und keinen einzelnen Moment der gesamten Tour möchte ich missen.

Mit motorsportlichen Grüßen

Euer Frank