Am Freitag, den 03. Juli 2026, besuchte die IPA Verbindungsstelle Recklinghausen die Dauerausstellung „wiR Erinnern“ im Polizeipräsidium Recklinghausen. Die Ausstellung widmet sich der bewegten Geschichte der Kreispolizeibehörde Recklinghausen und bietet einen eindrucksvollen Blick auf Entwicklungen, Verantwortung und Erinnerungskultur innerhalb der Polizei.
Durch die Ausstellung führte uns EPHK Martin Wilhelm, IPA-Freund und Wachleiter in Recklinghausen. Mit großem Fachwissen, spürbarer persönlicher Überzeugung und vielen spannenden Hintergründen gelang es ihm, die Inhalte der Ausstellung lebendig und zugleich sehr nachdenklich zu vermitteln.
Die Dauerausstellung beleuchtet zahlreiche Kapitel der Polizeigeschichte. Von den Anfängen der Behörde bis in die Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung der NS-Zeit, insbesondere den Verbrechen des Polizeibataillons 316, sowie dem Gedenken an die Opfer. Weitere Themen sind unter anderem die Rolle von Frauen in der Polizei, die RAF, das Gladbecker Geiseldrama von 1988 und das Leben von Rolf Abrahamsohn, der mehrere Konzentrations- und Arbeitslager überlebte und sich Zeit seines Lebens für Aufklärung und Erinnerung engagierte.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sich auch innerhalb der Polizei mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Nicht abstrakt, sondern konkret, vor Ort und mit Blick auf die Verantwortung unseres Berufs.
Unser Fazit ist eindeutig: Diese Dauerausstellung ist eine absolute Empfehlung für jedes IPA-Mitglied. Sie informiert, bewegt und regt dazu an, über Haltung, Verantwortung und Erinnerungskultur nachzudenken.
Im Anschluss an die Führung besuchten einige IPA-Mitglieder noch gemeinsam das Restaurant Boente in Recklinghausen. Dort bestand die Möglichkeit, die schweren Eindrücke des Nachmittags in ruhiger Atmosphäre nachwirken zu lassen, miteinander ins Gespräch zu kommen und zugleich die IPA-Freundschaften weiter zu intensivieren.
Ein herzlicher Dank gilt Martin Wilhelm für die hervorragende Führung sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und den wertschätzenden Austausch.