Teilnahme am Seminar des IBZ Schloss Gimborn e.V. – Training für verantwortungsbewusstes Motorradfahren, vom 10. – 12.04.2026
Die Attraktivität des Seminars war schon daran zu erkennen, dass es in den letzten Jahren immer schnell ausgebucht war. Nun wurden zwei Termine für das Jahr 2026 angeboten, zusätzlich einer speziell für Harley- und Indian-Fahrende.
Diesmal waren wir schnell genug und gehörten zu den 17 Teilnehmenden, die aus weiten Teilen Deutschlands, den Niederlanden und sogar aus der Schweiz zum altehrwürdigen Schloss Gimborn angereist waren. Es verwunderte nicht, dass einige der Teilnehmenden „Wiederholungstäter“ waren.
Unter allen waren erwartungsgemäß viele Polizeiangehörige, wovon sich überraschend viele nicht mehr im aktiven Dienst befanden. Kein Problem, denn selbst der älteste Teilnehmer ließ mit seinen 80 Jahren keinerlei Schwächen erkennen und bewegte seine BMW 1200 GS behände wie ein Jungspund, beeindruckend und überaus beneidenswert.
Unsere Seminarleitung lag in Händen der kompetenten Polizisten-Brüder Olaf und Stefan, die viele Jahre und Kilometer auf zwei Rädern vorweisen konnten und alle an ihrem Wissen teilhaben ließen.
Die hinlänglich bekannte Seelenverwandtschaft von Polizei- und auch Motorradfans schaffte schnell eine freundschaftliche Verbundenheit, ganz im Sinne des IPA-Gedankens. Sie zeigte sich im spaßvollen und einvernehmlichen Miteinander auf und neben den Motorrädern und natürlich erst recht in den gemütlichen Stunden drumherum.
Am ersten Seminartag, dem Freitag, wurde nach der üblichen Einweisung, der Vorstellungsrunde und ein paar theoretischen Inhalten bei bestem Wetter die erste Erkundungsfahrt in die Umgebung gestartet. Die ortskundigen Tourguides, unterstützt vom Kollegen Andy, zeigten uns dabei einige der attraktiven Strecken der Region, die man auf der Durchreise sicher nicht finden würde.
Wenig überraschend endete der Tag in der legendären Turmbar, wo der internationale Austausch von Erfahrungen und Geschichten um Musik und Getränke erweitert wurde. Natürlich wechselten auch einige IPA-Abzeichen die Besitzer.
Der Samstagmorgen zeigte uns mit sechs Grad seine kalte Schulter, was uns aber nicht von einem zügigen Start Richtung Trainingsplatz abhalten konnte. Das Ziel war ein Firmengelände, das zum ganztägigen Training nach DVR-Richtlinien genutzt werden konnte. Ob schnell oder langsam, gerade oder schräg, alle kamen auf ihre Kosten und auch mal nah an diverse Grenzbereiche. Aber alles kontrolliert, von Olaf und Stefan aufmerksam beobachtet und kompetent angeleitet, so dass am Ende alle einen persönlichen Sicherheitsgewinn mitnehmen konnten.
Wenn das kein Grund zum Feiern war! Die Turmbar wartete schon auf die Urkundenverleihung.
Pünktlich zum frühen Sonntagsaufbruch endete der nächtliche Regen, was eine perfekte Runde über leergefegte Straßen des Oberbergischen Kreises ermöglichte, die dienstliche und private Heimat von Stefan, Olaf und Andy. Es war quasi ein Ritt durch ihre Westentasche.
Viel schneller als gewünscht, waren wir am Ende der Veranstaltung angelangt und verabschiedeten uns nach stärkendem Mahl in alle Himmelsrichtungen.
Die neue WhatsApp-Gruppe klingelte noch am nächsten Tag, bis auch die letzten Heimkehrer, zur Erleichterung aller, in ihrer heimischen Bergwelt angekommen waren.
Fahrerisch war es ein perfekter Saisonstart. Persönlich war es der Gewinn von angenehmen Kontakten und vorteilhaften Erfahrungen. Organisatorisch war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Prädikat: Besonders wertvoll!
Wir freuen uns auf den IBZ-Newsletter mit dem Seminarprogramm 2027.
Text: Rudi B.