Wenn über tausend Polizistinnen und Polizisten aus aller Welt ihre Dienstwaffen ablegen und stattdessen Laufschuhe schnüren, Judogis anlegen oder sich am Schachbrett gegenübersitzen, dann sind die IPA-Games im Gange. Die IPA-Games 2026 fanden vom 10. bis 15. Mai in Wrocław, Polen statt und brachten IPA-Mitglieder aus aller Welt für eine Woche voller Sport, Kameradschaft und internationaler Freundschaft zusammen. Breslau war dabei kein zufälliger Austragungsort: Die Stadt war bereits Gastgeber der World Games 2017 und verfügt über gut ausgebaute Sportanlagen, eine entwickelte Hotelinfrastruktur und eine attraktive Lage – kurz gesagt, sie war bestens gerüstet für ein Ereignis dieser Größenordnung. Mehr als 1.000 Polizeibeamte aus 31 Ländern traten in Breslau an den Start.
Für die IPA Deutschland war es einmal mehr die Gelegenheit, auf internationalem Parkett sportliche Stärke zu zeigen und sich mit Gleichgesinnten aus Dutzenden Nationen zu messen. Unter der Delegationsleitung des Referenten Sport Oliver Topp reisten 39 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland sowie 4 Supporter für unser Team an. Darunter der amtierende IPA-Fußballmeister der IPA Recklinghausen, ein Volleyballteam der Frauen sowie weitere Aktive in den Einzeldisziplinen Schwimmen, Schießen, Schach, Tischtennis, Badminton, 5 km bzw. 10 km Läufer.
Hervorzuheben ist hier besonders dass wir als ein tolles Team aufgetreten sind und mit einer der jüngsten Teilnehmerin mit 22 Jahren auch den ältesten Teilnehmer der gesamten Spiele mit 87 Jahren in unserem Team hatten.
Im Zuge der feierlichen Eröffnung marschierte ein bunter und fröhlicher Zug der Teilnehmer, die mit Nationalfahnen und den Bannern ihrer IPA-Sektionen durch die Breslauer Innenstadt. Hochrangige Vertreter aus Politik, Polizei sowie der IPA Polen und dem internationalen IPA-Präsidenten Martin Hoffmann gaben dem Anlass zusätzliches Gewicht. Mit diesem feierlichen Einzug war der Startschuss für fünf intensive Wettkampftage gefallen.
Das sportliche Herzstück der Spiele war ein breites und durchdachtes Programm, das Athleten mit unterschiedlichsten Stärken ansprach. Den Auftakt machten die Läuferinnen und Läufer: Am Dienstag stand der 5-km-Lauf auf dem Programm, am Donnerstag folgte der 10-km-Lauf – beide Bewerbe jeweils für Frauen und Männer. Gleichzeitig liefen auf den Sportanlagen der Stadt die Mannschaftsbewerbe. Im Fußball im 5+1-System im Volleyball im 6×6-System sowie im Basketball 3×3 traten die Nationalteams gegeneinander an. Teile der Wettkämpfe wurden auf den Anlagen der Akademie für Leibeserziehung in Breslau (AWF Wrocław) ausgetragen, die als institutioneller Partner des Veranstalters fungierte. Besondere Spannung versprachen die technischen und präzisionssportlichen Disziplinen. Im Pistolenschießen mit 9mm-Waffen – wobei die Schusswaffen vom Veranstalter gestellt wurden. Ebenso forderten die Schwimmbewerbe höchste Konzentration: 50 Meter Freistil, 50 Meter Brustschwimmen und eine 4×25-Meter-Mixed-Staffel, bei der mindestens eine Frau ins Wasser musste. Im Zweikampf glänzte das Judo-Turnier als einer der emotionalsten Bewerbe der Woche. In Männer- und Frauendivisionen, unterteilt nach Gewichtsklassen, kämpften die Judoka um den Sieg auf der Matte. Daneben boten Tennis und Badminton – in Einzel-, Doppel- und Mixed-Kategorien – weiteren Aktiven die Möglichkeit, sich zu beweisen. Den geistigen Gegenpol zum körperlichen Kräftemessen bildeten die Schach-Wettkämpfe. Auch Tischtennis rundete das Programm mit Einzel- und Mannschaftswertung ab. Der strukturierte Wochenablauf sorgte dafür, dass täglich verschiedene Disziplinen parallel liefen und kein Wettkampftag dem anderen glich.
Abseits der Wettkampfstätten bot Breslau seinen Gästen ein reiches Rahmenprogramm. Neben dem Sport konnten die Teilnehmer soziale Events und kulturelle Aktivitäten genießen sowie Breslaus berühmte Sehenswürdigkeiten und Attraktionen erkunden.
Die Woche schloss mit der Abschlussfeier am Donnerstagabend um 18:00 Uhr bei der der sportliche Geist der Veranstaltung gefeiert wurden. Für die deutsche Delegation war es ein Abend, an dem jeder Startplatz und jede gezeigte Leistung zählte, unabhängig vom Podestplatz.
Die IPA-Games 2026 in Breslau haben einmal mehr bewiesen, was diese Veranstaltung seit jeher auszeichnet: Sie ist kein gewöhnliches Sportfest, sondern ein Wettkampf, bei dem der Wille, sich als Nation zu beweisen, auf echte Kollegialität trifft. Für die IPA Deutschland war Breslau ein weiteres erfolgreiches Kapitel in einer sportlichen Präsenz auf der internationalen IPA-Bühne.
In der Gesamtwertung konnte ein guter 5 Platz erreicht werden, hervorzuheben sind hier sicherlich die Leistungen von Nele Bank, die in den Schwimmwettbewerben insgesamt 4 Goldmedaillen für die IPA Deutschland erreichen konnte.
Die IPA-Games 2026 in Breslau waren, alles in allem, weit mehr als ein sportliches Großereignis. Sie waren ein lebendiges Bekenntnis zu den Werten, die eine globale Gemeinschaft von Polizeibeamten zusammenhält – Respekt, Offenheit und die Überzeugung, dass Freundschaft keine Uniform, keine Sprache und keine Grenze kennt.





