International Police Association – Deutschland

IPA Berlin West zu Gast in Polen

Der Samstag, 15. August 2026 war ein sehr heißer Tag. Sowohl in Deutschland, als auch im Nachbarland Polen herrschten Temperaturen weit über 30 ° Celsius. Auf Einladung von pensionierten Polizeikollegen aus Zielona Góra (Grünberg) weilten Mitglieder der IPA Berlin -Verbindungsstelle West an diesem heißen Tag in der Region Lebuser Land. Die polnischen Freunde haben uns zu einem Gegenbesuch eingeladen, nachdem sie am 25. April 2026 bei uns in Berlin zur Gast waren.

Wir sind am 15. August bereits um 06:00 Uhr morgens gestartet und mit 4 Pkws, zusammen mit einigen Familienangehörigen von Berlin aus in Richtung Nietoperek gefahren. Dort wurden wir – insgesamt 13 Personen, durch die polnischen Freunde Wieslaw Gom, ehemaligen Verbindungsoffizier der polnischen Polizei bei der Botschaft der Republik Polen in Berlin und Maciej Salek, ehemaligen hohen Beamten bei der Hauptkommandatur der Polizei in Warszawa (Warschau) in Empfang genommen und anschließend zum Haupteingang des Ostwalls in der Ortschaft Pniewo geführt. Die Besichtigung der Festungsfront Oder-Warthe Bogen, auch Ostwall genannt (polnisch Międzyrzecki Rejon Umocnień – MRU, www.bunkry.pl) stand im Mittelpunkt des Besuchs in Polen. Vor dem Eingang der Anlage konnten wir einen Kaffee zur Stärkung trinken und das Museum mit Artefakten aus den Zweiten Weltkrieg kurz besichtigen.

Die Führung durch die unterirdischen Bunkeranlagen war beeindruckend. In einer Tiefe von über 30 Metern war angenehm kühl, ca. 10 ° Celsius. Wir wanderten durch ein Labyrinth von weit verzweigten Tunellen. Die ganze Führung dauerte ca. 2,5 Stunden und wurde gekrönt mit einer wilden Fahrt in einem gepanzerten Schützenfahrzeug zurück zum Ausgangpunkt in Pniewo. Neben dem Atlantikwall und der Siegfried-Linie, auch Westwall genannt, gehörte die Anlage östlich der Oder zu den wichtigsten Verteidigungsbollwerken der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Sie ist das Spiegelbild für die sinnlose Vergeudung menschlicher Schöpfungswerte im Krieg und zugleich Warnung vor Wiederholung in unserer Gegenwart.

Im Anschluss an die Besichtigung der Ostwall-Anlage fuhren wir zusammen mit den polnischen Gastgebern nach Zielona Gora (Grünberg) zum dortigen Palmenhaus (Palmiarnia), wo im integrierten Restaurant ein schmackhaftes Mittagsessen auf uns wartete.

Nach der Verabschiedung mit den polnischen Freunden brachen wir zur Rückreise auf und fuhren gut gelaunt der untergehenden Sonne entgegen zurück nach Berlin.

Nächstes Jahr treffen wir uns wohl wieder in Berlin.

Gerhard Spisla, IPA Berlin – West